Forum Interkulturelle Beziehungen (FIKB)

bei Gemeinsam für Berlin e.V.

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Gemeinsam Kirche–Sein interkulturell

Bericht von Thomas Hieber über die Fachtagung der Missionsakademie an der Uni Hamburg Nov. 2011

HH-tagungZu dritt waren wir von Berlin angereist, um an dieser Fachtagung als Vertreter von Gemeinsam für Berlin und dem Forum Interkultureller Beziehungen teilzunehmen. Etwa 30 Vertreterinnen und Vertreter von Migrationskirchen, internationalen Gemeinden und Leiter verschiedener Werke und Landeskirchen verbrachten zwei gut gefüllte Tage zusammen. Wir stellten uns gemeinsam dem Thema: Was bedeutet gemeinsam Kirche-Sein in einer multikulturellen Gesellschaft? Es ging darum, Modelle u. Projekte gemeindlicher Vernetzung von Orts- und Migrationsgemeinden kennenzulernen. Wir wollten voneinander lernen, uns begegnen und für zukünftige Aufgaben auch vernetzen.

Immer wieder tauchte der Satz auf: ‚Wir brauchen eine Struktur der Liebe‘, wenn wir gemeinsam vorwärtskommen wollen. Nicht Projekte machen das Zusammenleben aus, sondern Beziehungen. Der gemeinsame Gottesdienst zwischen Ortsgemeinden und Migrationsgemeinden ist nur der Ausdruck einer Verbindung – nicht die Verbindung! Die Verbindung ist der gemeinsame Glaube an Jesus Christus.

Von unserem Berlin-Team zwei Eindrücke stellvertretend für viele positive Rückmeldungen, die am Ende dieser Tagung zu hören waren.

Pastor Peter Arthur von der Akebulan Global(e) Mission e.V.

Peter Arthur„Mich hat sehr beeindruckt zu hören, dass die norddeutsche Mission in Bremen schon seit 1979 eine Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Presbyterianischen Gemeinde in Ghana und Togo aufgebaut hat. Außer Projekte in diesen Ländern zu unterstützen, haben sie auch in Bremen eine Partnerschaft auf Augenhöhe ins Leben gerufen. Sie haben afrikanischen Pastoren ermöglicht, Gemeinden aufzubauen, die sich seelsorgerlich und praktisch um Migranten kümmern. Zugleich haben die deutschen Christen in Bremen die mitgebrachten Potenziale der Einwanderer gesehen und aktiv genutzt. Das finde ich beispielhaft.

Außerdem hat mir sehr gut gefallen, was uns aus Italien berichtet wurde: Dort ist die evangelisch-reformierte Kirche eine Minderheit. Die Menschen in dieser Kirche zeigen viel Mitgefühl für die afrikanischen Einwanderer. Sie haben eine vorbildliche Zusammenarbeit mit diesen Kirchen geschaffen, in der die Migranten offiziell ein Teil von ihnen geworden sind. Dadurch erfahren auch die Kinder der Migranten eine große Wertschätzung.

Drittens möchte ich hervorheben, dass Pastor Aidoo aus Düsseldorf (ursprünglich Ghana) erzählt hat, wie Gott ihn vielfältig gebraucht. In seine Gemeinde kommen Menschen aus Iran, Irak und aus Afghanistan sowie weitere Menschen mit islamischem Hintergrund, die sich zum Glauben an Jesus bekehren. Diese Arbeit hat Gott so sehr gesegnet, dass sie auch in der Stadt Anerkennung gefunden und der Oberbürgermeister ihnen einen Besuch abgestattet hat. Dadurch wurde er sogar zum Bundespräsidenten Wulff eingeladen. Ich sehe in diesen Entwicklungen, dass Gott der Herr der Geschichte ist und dass er unsere menschlichen Umstände gebrauchen kann, um etwas Schönes daraus zu machen. Und während Gott das tut, brauchen wir alle Geduld miteinander.“

Pastor Joshua Lupemba, Christ International Church e.V. in Berlin und stellvertretender Vorsitzender des Vereines ‚Typisch Deutsch e.V.‘:

Pastor Joshua Lupemba„Da ich mich überhaupt nicht auf das Seminar vorbereitet hatte, kam ich total frei von Erwartungen dort hin. Ich war sehr davon angetan, wie offen alle Teilnehmer waren und wie anpassungsfähig. Besonders hat mir gefallen, dass es einen großen Raum für Austausch gab und jeder zu Wort kam.

Außerdem war ich sehr angetan von der Einigkeit unter den verschiedenen Konfessionen selbst bei großen Konfliktthemen wie Homosexualität.

Ich sehe großes Potenzial für die Gemeinde in Deutschland, da die zweite Generation "Neu-Deutscher" meines Erachtens  einen großen Mehrwert hinzufügt. Dies wurde mir bei diesem Seminar ganz besonders bewusst.

Ich würde mir wünschen wenn wir in den Fragen von multi-ethnischen Gemeinden noch mehr auf die zweite Generation eingehen, weil sie die Zukunft ist und meiner Meinung nach das meiste Potenzial in sich trägt.

Tags: Allgemeines

„Save me“ – Berlin sagt ja! Eine Basiskampagne als Antwort auf die Flüchtlingsdebatten Deutschlands und der EU

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„Europa schützt die Grenzen, aber nicht die Flüchtlinge: Fast 2000 Menschen sind seit Jahresbeginn bei dem Versuch, ihrer Not zu entfliehen, gestorben. Der Tod auf dem Mittelmeer ist zur unheimlichen Routine geworden. Er dient aber auch der Abschreckung. Die europäische Demokratie wird immer mehr zur großen exklusiven Veranstaltung, die den Reichtum drinnen und die Not draußen behalten möchte.“

( Heribert Prantl für Politik-Online)

AKTIONS Berlin2 Jedes Jahr brechen Zigtausende für eine vermeintlich bessere Zukunft nach Europa oder in andere westliche Staaten wie USA, Kanada und Australien auf. Viele kommen nie dort an. Es ist ein Drama, das keiner wahrnehmen will. Weltweit befinden sich mehr als 43 Millionen Menschen auf der Flucht oder leben in einer "flüchtlingsähnlichen" Situation (nach Schätzungen von UNHCR, dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen). 80 bis 85% der Flüchtlinge können keine großen Wege zurücklegen und bleiben in der Herkunftsregion. Viele schaffen es nicht, die eigene Staatsgrenze zu überwinden. Diese Menschen nennt man Binnenvertriebene. Im Jahr 2009 waren das 27,1 Millionen. Die meisten Flüchtlinge, die in anderen Ländern Schutz suchen, leben überwiegend außerhalb Europas. 2010 wurden in der gesamten EU rund 260.000 Asylanträge gestellt. Staaten wie Pakistan, Iran und Syrien beherbergen viel mehr Flüchtlinge als die reichen Staaten des Westens. Die Frage kann da nur lauten: Warum tut sich Europa und die Deutsche Regierung so schwer angesichts dieser weltweiten Not?

Schon lange fordert sowohl auf Bundes- als auch auf Berliner Ebene ein breites Bündnis von Flüchtlingsräten, PRO ASYL, dem UNHCR, Amnesty International, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erstzufluchtsstaaten aufnimmt und integriert. Seid einigen Jahren gibt es eine Initiative, die positive Akzente setzt: die „Save-me“ Kampagne www.save-me-kampagne.de/ .

Flüchtlings Aktions Berlin Die Idee von „Save-me“ ist es, eine Bewegung von unten zu initiieren. Denn eine informierte und aufgeschlossene Bevölkerung ist die beste Grundlage für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und eine dementsprechende Politik. In lokalen Bündnissen sollen die Themen Resettlement* und Flüchtlingsschutz in die Öffentlichkeit getragen werden mit dem Ziel, eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu gewinnen. Kreativ und konkret soll für die Aufnahme von Flüchtlingen geworben werden mit dem Ziel, dass sich Städte, Gemeinden und Kommunen dem Anliegen öffnen und sich verpflichten, Flüchtlinge aufzunehmen, zu betreuen und zu integrieren.

Gelingt es eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern von der Notwendigkeit und Möglichkeit einer ausgewogenen Neuansiedlung zu überzeugen, dann wird sich auch die Politik dem Thema nicht mehr verschließen. Ein positives Votum der Bürgerinnen und Bürger kann skeptische Bundes- und Landespolitiker mitreißen.

Deutschland save me Karte Angesichts der Tatsache, dass immer weniger Flüchtlinge Deutschland überhaupt erreichen können und immer weniger von diesen hier auch Schutz zuerkannt bekommen, brauchen wir eine echte Perspektive für eine verantwortliche Flüchtlingspolitik. Resettlement eröffnet eine solche Perspektive, weil durch die Initiative das Flüchtlingselend in Krisengebieten mit der Verantwortung für diese Flüchtlinge in Deutschland verbunden wird. Ziel der Initiative ist deshalb vor allem, Anstöße für eine öffentliche Diskussion zur Verbesserung des Flüchtlingsschutzes zu geben.

Nach dem Vorbild Münchens beteiligen sich bisher daran bundesweit 53 Städte. In Berlin wurde diese Initiative 2008 aus Anlass des Internationalen Tages des Flüchtlings, am 20. Juni, gestartet. Bisher gibt es über 700 BotschafterInnen die in Berlin diese Kampagne unterstützen.

Eine weitere Idee gefällt mir besonders gut. In München hat sich auch eine Gruppe von Patinnen und Paten gebildet, die dieses Anliegen praktisch umsetzen wollen. Hier ein Auszug von der Münchner Webseite.

„ ‚Save- me‘-Patinnen und Paten gehen keine finanzielle Verpflichtung ein, sondern helfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv mit, Flüchtlingen ihren Münchner Alltag zu erleichtern. Dies kann im Rahmen von Familienpatenschaften geschehen, durch die Hilfe bei der Wohnungssuche, der Unterstützung bei Hausaufgaben oder gemeinsamem Deutschlernen. Junge Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind, wollen wir ähnlich alte Paten und Patinnen zur Seite stellen, die zusammen mit anderen jungen Flüchtlingen und Paten Ausflüge organisieren und einen Einblick in das Leben in Deutschland geben.“

http://www.save-me-muenchen.de/paten.html

Was wäre, wenn wir in Deutschland eines Tages mehrere Hundert Städte und Gemeinden hätten, die alle bereit wären Flüchtlinge aufzunehmen? Sie würden ein starkes Signal an unsere Politiker senden. Denn es ist doch als Politiker viel einfacher, einer Flüchtlingsneuregelung oder einem Resettlement Programm der UNHCR zuzustimmen, wenn schon jetzt klar ist, wo und wie die ankommenden Flüchtlinge versorgt werden können! Die ‚Save-Me Kampagne‘ ist eine Idee, von der ich mir wünsche, dass sie noch in vielen Städten und Gemeinden in Deutschland umgesetzt wird. Gerade auch wir Christen werden immer wieder von der Bibel herausgefordert uns für diese Menschen einzusetzen und sie nicht zu vergessen. „Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind. Tu deinen Mund auf und richte in Gerechtigkeit und schaffe Recht dem Elenden und Armen.“ Sprüche 31.8-9

* Das Wort ‚Resettlement‘ wird im Deutschen mit dem Begriff Neuansiedlung übersetzt. In der Terminologie des Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) bezeichnet Resettlement die Auswahl und den Transfer verfolgter Personen aus einem Staat, in dem die Betroffenen zunächst Schutz gesucht haben (Erstzufluchtstaat), in einen anderen Staat, der ihrer Aufnahme als Flüchtlinge zugestimmt hat und in dem sie sich dauerhaft niederlassen können. Mit einem Resettlement-Programm soll Flüchtlingen ein dauerhafter Schutz in einem sicheren Staat gewährt und den Menschen eine würdige Zukunftsperspektive eröffnet werden.

Tags: Berichte

Danken, Feiern und Beten – 21 Jahre deutsche Einheit

Gemeinsam für Berlin e.V., der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin und der Internationale Konvent luden am 3. Oktober zu einer interkulturellen und ökumenischen Feier der Deutschen Einheit ein. Es begann mit einer ökumenischen Andacht, zusammen mit der katholischen kroatischen Gemeinde in der St.-Sebastian-Kirche im Wedding, also auf der Westseite der ehemaligen Mauer. Der kroatische Jugendchor sang. Pfarrer Axel Nehlsen hielt eine Ansprache zu Psalm 107. Es wurde in fünf Sprachen gedankt und gebetet.

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Anschließend zogen die Teilnehmer, begleitet von einer Bläsergruppe, mit Transparenten und Liftballons Danklieder singend zum Mauerstreifen an der Bernauer Straße und durch die neu gestaltete Gedenkstätte, also vom ehemaligen Westen in den ehemaligen Osten.

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In der Kapelle der Versöhnung erinnerte Pfarrer Manfred Fischer eindrücklich an die Opfer der Mauer und das Wunder ihres Falls 1989.

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Über die Bernauer Straße und die Brunnenstraße ging der Zug zur Christus-Kirche in Berlin-Mitte im ehemaligen Ostteil der Stadt. Dort gab es zunächst einen bewegenden Filmausschnitt aus „Nikolaikirche“, der noch einmal die Dramatik der Zeit vor 21 und 22 Jahren vor Augen führte. „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete.“

Die interkulturelle Formation WakeUp gab sodann ein Lobpreiskonzert. Das gemeinsame Danken, Feiern und Beten mündete ein in eine Zeit der Begegnung bei Essen und Trinken.

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Viele waren am Ende der Meinung, man solle diese Art der Feier des Tages der deutschen Einheit wiederholen, insbesondere den Zug über den ehemaligen Mauerstreifen.

Tags: Allgemeines

AFRIKA singt für AFRIKA

Afrika singt für Afrka Konzert Berlin

Tags: Veranstaltungen

Youth United – Interkultureller Jugendtag Berlin

„Dieser Tag war ein Traum! Ein Tag nach dem Herzen Gottes, denn man konnte Gott in Vielfalt begegnen, mit Gemeinschaft, Lobpreis, Anbetung und Predigt.“
„Ich habe schon lange nicht so einen geilen Tag erlebt!“

Dies sind zwei Stimmen zu einem Event, das Samstag vor einer Woche in der Josua Gemeinde in Spandau stattfand. Die Idee entstand aus den Gedanken heraus: Wie wäre es, wenn neudeutsche und altdeutsche Jugendliche aus Berlin gemeinsam einen Tag lang verbringen könnten, wenn sie gemeinsam spielen und Spaß haben könnten, wenn sie gemeinsam tolles Essen genießen könnten und wenn sie gemeinsam einen Jugendgottesdienst gestalten könnten?

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Die Umsetzung dieser Idee erfolgte, als das Forum Interkulturelle Beziehungen von GfB ein erstes Treffen mit Vertretern verschiedener Jugendgruppen initiierte. Die Jugendgruppe der Spandauer Josua Gemeinde war eine der ersten, die dafür gewonnen wurden, und so war es nur logisch, dass dieser Event auch dort stattfand. Noch selten habe ich ein Vorbereitungstreffen so kreativ und positiv empfunden, wo die Ideen nur so sprühten, als ob alle nur auf so ein Treffen gewartet hätten!

Am Samstag, den 20. August, war es dann soweit. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich etwas mehr als 100 Jugendliche aus etwa 8 verschiedenen Gemeinden und Jugendgruppen zusammen. Ob beim Fußballturnier im ‚Hertha Käfig‘, bei Tischtennis, Volleyball, Tischkicker, Billard oder einfach im Gespräch und beim gegenseitigen Kennenlernen – schnell hatten sich gemischte Gruppen gebildet. Auch junge Familien waren willkommen, da die hervorragenden Räumlichkeiten der Josua Gemeinde auch für die Allerkleinsten genügend Platz zum Toben und Spielen boten.

Beim anschließenden BBQ mit verschiedenen Fleischsorten, Würsten und leckeren Salaten wurden alle richtig satt. Ein herzliches „Dankeschön“ der Josua Gemeinde, die dieses Buffet für „Youth United“ gesponsert hat!

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Nach dem Essen standen für alle, die wollten, drei Workshops auf dem Programm. Gospel Chor, Breakdance oder Krumping-Tanz wurde angeboten. Wer sich nicht tänzerisch oder musikalisch interessiert fühlte, konnte sich weiter sportlich betätigen. Immer wieder sah man auch kleine Gruppen, die zusammen saßen und sich gegenseitig ihre Geschichten erzählten.

Der Höhepunkt war ein fast zweistündiger Jugendgottesdienst mit einer eigens dafür zusammengestellten multikulturellen Worship Band und einem Input von Joshua Lupemba, einem jungen deutschen Pastor mit afrikanischen Wurzeln. In seinem Input wies er die Teilnehmer darauf hin, dass jetzt die Zeit der jungen Generation gekommen ist, Verantwortung für die Stadt zu übernehmen und den gemeinsamen Glauben, der uns über die Konfession- und Kulturgrenzen hinweg verbindet, auch deutlich sichtbar werden zu lassen. Auch der Gospel Chor, der nur eine Stunde Zeit zum üben hatte, wirkte bei diesem Gottesdienst mit. Zum Schluss des Gottesdienstes gab es noch eine Gebetszeit für verschiedene Jugendprojekte, aber auch für Berlin mit all seinen Chancen und Herausforderungen.

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Auch wenn es später als geplant wurde, alle waren sich einig, dass dieser Tag der Anfang einer alljährlichen Veranstaltung sein wird, und so wurde auch schon der nächste Termin (letzer Samstag im August 2012) den Anwesenden mitgeteilt. Zum Schluss noch ein paar Stimmen von Teilnehmern.

„Es war ein toller Anfang von Youth United. Ich habe gespürt,  dass am Samstag etwas angefangen hat, was es vorher in Berlin so noch nicht gab. Junge Christen von verschiedenen Gemeinden und Hintergründen übernehmen Verantwortung für die Stadt und rufen zum gemeinsamen Handeln auf.“

„Ich weiß, es hat sich gelohnt. Denn ein Ziel ist erreicht … Menschen begegnen Gott und erleben IHN. So sollte es sein. Dass es auch noch ein interkulturelles Erlebnis war, ist quasi die Kirsche auf der Torte! Denn durch die Vielfältigkeit kann man voneinander lernen!”

“I thank God for a wonderful event, His presence and the beautiful weather we had. I also want to use this opportunity to thank all the organizers for such a successful event. I think, Youth United has come to stay in Berlin and I pray that this should be the beginning of something great in Berlin.”

Thomas Hieber

Tags: Berichte

Youth United 2011 am 20. August

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Tags: Veranstaltungen

R.I.P. Pater Adonis

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Am 29. Juli 2011 starb nach kurzer, schwerer Krankheit unser Bruder und Freund Fr. Adonis Llamas Narcellas. Unsere Wertschätzung für diesen wunderbaren Menschen und unsere Trauer über seinen Verlust bringt Thomas Hieber (Leiter unseres Forum Interkulturelle Beziehungen) zum Ausdruck.

Zum Gedenken an Fr. Adonis Llamas Narcellas, Jr., SVD

what counts is the time
the time spent in sharing
in being there
in taking time for each other
time of talking, listening
and
of waiting

“the time, the moment” aus dem Buch
‘Poems, Prayers and Inspirations’ von Fr. Adonis

Noch gut erinnere ich mich an unsere erste Begegnung in seinem Büro als wir uns miteinander bekannt machten. Vieles hatten wie gemeinsam – dass Berlin nicht unsere Geburtsstadt ist, dass wir im Ausland gelebt und studiert hatten und auch dass uns das Wohl der Migranten in Berlin am Herz liegt. Aus dieser ersten Begegnung ist eine Freundschaft und Wertschätzung gewachsen, die ich vermissen werde. Unsere Treffen beschränkten sich öfter auf Begegnungen während der Philippinischen Messe am Sonntagnachmittag, wenn wir beim anschließenden gemeinsamen Essen mit der Gemeinde noch einige Worte wechseln konnten. Pater Adonis war beliebt und von allen geschätzt. Seine warme, offene Art, sein Humor und sein (fast) immer lächelndes Gesicht machten ihn zu einem sehr sympathischen Menschen.

Was diesen fröhlichen Menschen so bewegt und wie er denkt, fühlt, glaubt und lebt, das erlebte ich zuerst in seinem Buch ‚Poems, Prayers and Inspiratons‘, das er mir bei einem meiner Besuche mit einer persönlichen Widmung schenkte. Ich habe sie alle gelesen und sie haben mir den Menschen, Pater und Freund Adonis noch näher gebracht.

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Seit einigen Monaten war Pater Adonis auch Teil des Forum Interkulturelle Beziehungen bei Gemeinsam für Berlin. Seine Beziehungen zu vielen asiatischen Gemeinden und seine feinfühlige Art im Umgang mit Menschen aus allen Kulturen waren hier sehr geschätzt. Unser letztes gemeinsames Projekt war die Vorbereitung eines Workshops über Interkulturelle Gemeinden in Berlin bei dem er noch mitwirkte. Leider musste er aus Gesundheitsgründen die Teilnahme an diesem Workshop im Juni absagen.

Sein plötzlicher Tod kommt für uns alle zu früh und wir werden unseren Freund und Bruder Adonis schmerzlich vermissen.

Zum Schluss noch ein Absatz aus einem weiteren Gedicht von Pater Adonis:

but there is no goodbye forever
only for the this moment
of temporary separation
as one looks forward to that day
of joyful reunion

Um ihn trauern seine Familie, die Gemeinde Heilig Geist, die Steyler Missionare und viele andere, die ihn kannten.

Tags: Nachrufe

Wenn der Himmel plötzlich so nahe ist

Eindrücke und Erlebnisse beim Ausflug am Himmelfahrtstag
zum „Himmelsfels“ in Nordhessen

„Ich war positiv schockiert – es war ein Stück Himmel auf Erden, die unterschiedlichen Kulturen, die geistlichen Prägungen und miteinander feiern – wie im Himmel!“ (Juan)

Schon zum 5. Mal wird am Himmelfahrtstag das „One Spirit Camp“ mit anschließendem zwei-tägigem „Youth Camp“ auf dem Himmelsfels bei Spangenberg in Nordhessen gefeiert. Menschen aus Hamburg, dem Ruhrgebiet, Kassel, Frankfurt, Stuttgart aber auch aus der näheren Umgebung kommen an diesem Tag zusammen um ein fröhliches Fest der Freude und der Begegnung zu feiern. Zum ersten Mal machten sich auch etwa 120 Berlinerinnen und Berliner mit Migrationshintergrund in Afrika, dem Iran, Indien und anderen Nationen sowie auch ein paar Deutschstämmige auf eine gemeinsame Busreise nach Spangenberg. Schon auf der Hinfahrt erlebten wir ganz praktisch, dass gemeinsam alles besser geht – wir konnten unseren Bus gemeinsam wieder anschieben, nachdem er nicht mehr starten wollte!

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Der Himmelsfels ist ein Berg in Nordhessen für Menschen aus allen Nationen, wo Grenzen überwunden werden und Einheit in der Vielfalt gelebt und gefeiert wird. „Er soll ein Zuhause sein für Menschen, die in unserem Land kein Zuhause finden. Für Menschen, die unterwegs sind, auf der Flucht oder auf der Suche nach neuem Lebensraum. Für Geschwister aus allen Nationen dieser Erde, die sich in unseren Häusern und Kirchen oft als Fremde fühlen. Ihnen soll der Himmelsfels besonders gewidmet sein und so im Herzen Deutschlands ein Ort der Versöhnung entstehen, an dem alle Welt zuhause ist und jeder ihr Gast sein kann.“

(Aus der Präambel der Verfassung der Stiftung Himmelsfels)

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Ein fröhlicher Interkultureller Gottesdienst mit etwa 700 Teilnehmern war der Auftakt zu einem Fest der Begegnung wo jeder spürte, dass auf dem Himmelsfels andere Werte zählen. Nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gemeinde, Denomination, Kultur, Sprache oder Hautfarbe war entscheidend, sondern der Glaube an Jesus Christus und die Freude darüber dass man gemeinsam als Christinnen und Christen unterwegs war.

Nach einem schmackhaften Mittagessen gab es verschiedene Workshops und Seminare für jede Altersstufe. Ob beim Tanzworkshop, den Paolo, ein Brasilianer leitete, oder im Gespräch über Multikulturelle Gemeinden in Deutschland, für jeden war etwas dabei.

Zwischen umgebauten Bauwagen, die zu ‚Botschaften und Ländervertretungen‘ künstlerisch umgestaltet wurden, traf man während des Tages immer wieder kleinere oder größere Gruppen fröhlicher Menschen, die singend, lachend oder sich Geschichten erzählend im Gras saßen und die Gemeinschaft in vollen Zügen genossen. Beim Fußball auf dem Plateau beim Gipfelkreuz, auf der Hüpfburg oder in einer ovalen Holzkirche konnten Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters und Hautfarbe ihre Energie loswerden und sich aneinander und miteinander freuen. Brasilianer, die lautstark und fröhlich ihre Lobpreislieder auf Portugiesisch sangen, begleitet von „Trommeln“ aus Pappkartons, gehörten ebenso dazu wie alteingesessene Spangenberger, die sich einfach daran freuten, was sich in den letzten Jahren in Ihrer Stadt entwickelt hat.

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Lobpreis und Begegnung waren die Hauptbestandteile dieses Begegnungstags der Kulturen. Das Lied „We are one in the Spirit, we are one in the Lord, and we pray that all unity may one day be restored“ war der Ethos, der über diesem Tag stand. Man merkte den Veranstaltern des One Spirit Camps an, dass sie diesen Ethos nicht nur singen, sondern auch im Alltag leben und bei ihren Veranstaltungen weitergeben. Johannes Weth, ein beurlaubter Pfarrer der Ev. Landeskirche, und seine Frau, Sängerin mit kenianische Wurzeln, sind ein ideales Team um diese Arbeit zu leiten.

Viel zu schnell war das Abschlusskonzert vorbei und alle Teilnehmer wurden vom Himmelsfelsteam mit viel Herzlichkeit und einem kleinen Imbiss auf den Heimweg geschickt.

Die ganze interkulturelle Kreativität und Spontanität kam dann auf der Heimreise im Bus zum Vorschein, als verschiedene Teilnehmer Lieder sangen, Raps vortrugen oder ihre persönlichen Eindrücke kreativ und sehr lebhaft schilderten.

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Wir waren uns alle einig: das muss nächstes Jahr unbedingt wiederholt werden –am besten mit noch mehr Teilnehmern aus Berlin!

Feedback von Teilnehmern:

„Ich wusste nicht, dass es sowas in Deutschland gibt! Die Atmosphäre war himmlisch. Es war ein Segen, dass ich mit anderen aus Berlin dabei sein konnte!“

„Der Himmelsfels ist ein Ort, wo Grenzen überwunden werden und wo alle Leute willkommen sind!“

„Es herrscht eine Willkommenskultur und eine ansteckende Fröhlichkeit und Gastfreundschaft, die ich so in Deutschland noch nicht wahrgenommen habe!“

„Auch das anschließende Youth Camp war ein Segen für die Jugendlichen: „Deutsche Lieder sind auch nicht langweilig!“

„Es war sehr gut, dass es zum Austausch zwischen den verschiedenen Nationen kommen konnte – besonders durch die Unterschriften auf den ‚Reisepässen‘ und die Einteilung nach der Farbe der Klamotten. Zweifellos war eine der besten Entscheidungen, als Hauptlobgesang ein Lied der Einheit „We are one in the spirit“ auszuwählen.“

„Man muss einfach dabei gewesen sein, um zu empfinden, was Einheit und Vielfalt im Leib des Christus ist! Ich habe es beglückend erlebt beim One Spirit Camp. Himmelfahrt auf dem Himmelsfels, ein Stück Vorgeschmack vom Himmel auf Erden! Denn dort werden die Erlösten aus allen Völkern „zum Thron des Lammes ziehen“ und in der Gegenwart Gottes versöhnt feiern. Von 700 Teilnehmern aus ganz Deutschland waren immerhin 120 aus Berlin, nicht schlecht fürs erste Mal. Davon waren nur ca. ein Viertel weiß und „eingeboren“, der Rest mit Migrationshintergrund aus Indien, Iran, Ländern Afrikas, Korea. Alle haben auf der (nicht ganz kurzen) Rückreise im Bus gesagt: „Das müssen wir unbedingt wiederholen und dann viele andere mitnehmen“. Ja, so ist es, wenn der Geist Gottes versöhnt und vereint, zunächst die Christen verschiedener Generationen, Nationen, sozialen Schichten und kultureller Milieus - dann aber uns Christen zum Modell für gelingende Integration macht und mit den noch nicht Glaubenden verbindet.“

Tags: Berichte

Wurzeln und Flügel

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ ( J.W. von Goethe)

Logo Wurzeln und Flügel Unter diesem Motto stand eine Tagung zur Situation der Jugendlichen in christlichen Migrationsgemeinden, die von Gemeinsam für Berlin und Vertretern verschiedener Kulturen und Generationen gemeinsam vorbereitet wurde.

Jugendliche in christlichen Migrationsgemeinden fühlen sich meist in verschiedenen Traditionen zu Hause. Neben der kulturell-religiösen Identität ihrer Eltern, von der sie teilweise geprägt werden, knüpfen sie auch an die bestehenden Jugendkulturen der Mehrheitsgesellschaft an. Diese Flexibilität, sich in verschiedenen Welten zu Hause zu fühlen, ist eine außergewöhnliche Gabe, die es zu entdecken und fördern gilt. Doch oft stoßen sie an ihre Grenzen, wenn innovative Ideen in den eigenen Gemeinden nicht umgesetzt werden können und der Zugang zu Gemeinden der Mehrheitsgesellschaft aufgrund von Hautfarbe und Kultur verschlossen bleiben.

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Es war eine buntgemischte Gruppe aus allen Generationen mit Wurzeln in Süd- und Westafrika, Indien, Iran, Irak, Korea und Deutschland, die sich in die Christuskirche in Berlin Mitte einladen ließen.

Schon die Vorstellung der Teilnehmer im Alter von 6 bis 75 Jahren ließ etwas von dem Reichtum und den Erfahrungen ahnen, die an diesem Tag zusammenkamen – darunter promovierte Akademiker, Studenten, Pastoren, Schüler, Politikwissenschaftler, Hausfrauen, Rentner und eine Ärztin.

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Eine junge Orientalin erzählte uns von einem Zitat, das sie im Wartezimmer eines arabischen Arztes in Berlin gesehen hatte. Es war an die Eltern-Generation gerichtet: „Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden. Ihr könnt ihnen Richtung geben, aber dann müsst ihr sie loslassen, damit sie fliegen können.“

Eine Teilnehmerin besorgte sich nach der Tagung den vollständigen Text dieses Gedichtes:

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens
nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht,
sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
Und Er spannt euch mit Seiner Macht,
damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen
auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt,
so liebt er auch den Bogen, der fest ist.“

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Feedback von Teilnehmern

„Wie wahr ist diese Beobachtung Khalil Gibrans. In den Erfahrungsberichten der jungen und älteren Teilnehmer spiegelte sich einiges wieder. Wir stellten zuerst fest, dass wir als Migrantenkinder sehr durch die individuellen Biographien unserer Eltern geprägt sind und doch unsere eigenen Vorstellungen und Gedanken für unsere Zukunft haben. Unsere Vorstellungen sind nicht vollkommen intrinsisch entstanden. Sie entstehen aus der Spannung zwischen dem was wir zu Hause (durch unsere Eltern) und draußen in der Gesellschaft (Schule, Freunde) erfahren.

Unser Elternhaus spannt den Bogen und gibt eine Richtung vor. Lassen unsere Eltern uns im richtigen Moment los, wird die gespeicherte Kraft in uns freigesetzt. Wir haben erkannt, dass wir durch unsere Wurzeln um viele Tugenden reicher sind – besonders der Glaube an Gott, den unsere Eltern uns vermittelt haben, befähigt uns große Dinge zu erreichen. Durch unser (passives) Hiersein allein verändert sich die Gesellschaft, sie wird bunt. Da wir uns auch als Deutsche verstehen, möchten wir aktiv Einfluss auf diese Entwicklung nehmen.

Wir stellten zweitens fest, dass unsere Eltern nach Europa kamen um etwas zu suchen. Manche suchten Schutz vor Krieg und Verfolgung, andere wirtschaftliche Sicherheit, andere Bildung usw. Gleichzeitig bestand die Sehnsucht nach Hause zurückzukehren. In Europa waren sie zunächst auf sich allein gestellt. Sie haben Leid erfahren durch harte Arbeit, durch Ablehnung … Viele Lebensläufe verliefen anders als geplant. Aus diesen Erfahrungen leitet sich der Wunsch ab, dass wir Kinder es besser haben sollen. Das Glück unserer Eltern konzentriert sich inzwischen ganz auf unser Weiterkommen. Die Offenheit, mit denen uns Einblick in die Ängste und Wünsche der Eltern-Generation gewährt wurde, hat mich persönlich sehr berührt.

Wir stellten drittens fest, dass wir Migranten, Deutsche, aber vor allem Christen sind. Als Christen sind wir (Eltern und Kinder) Geschwister. Wir arbeiten zusammen in einer Mission. Wo sich die Älteren noch mit Geschwistern gleicher Herkunft zusammengefunden haben, wünschen sich die Jüngeren eine Öffnung für alle Menschen dieser Gesellschaft. Es herrschte Übereinstimmung darüber, dass die Talente und Eigenschaften aller Generationen gebraucht werden, um die heutige Gesellschaft für Christus zu erreichen.

Fazit für mich: der große Wert der Veranstaltung lag darin, dass ein Raum geschaffen wurde, in dem ein sehr offener und persönlicher Austausch stattfinden konnte. Sie hat dazu beigetragen, dass Kinder ihre Eltern – und umgekehrt – ein bisschen besser verstehen. Und sie hat Licht auf den Aspekt der sich verändernden Gesellschaft geworfen und die Chance, die sich daraus für eine multikulturelle Gemeinde ergibt.“

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„Wurzel und Flügel war deswegen wertvoll, weil es den Migrationsgemeinden die Gelegenheit gegeben hat, über zwei grundlegende Themenpunkte, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen, auszutauschen. Das eine ist die Kommunikation und Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation, und der andere Punkt ist die Integration und der Dienst in der Gesellschaft, die zur zweiten Heimat geworden ist. Beide Themen wurden während der Klausurtagung durch verschiedene Formate angesprochen.

Es war ermutigend zu sehen, dass man nicht alleine mit den Konflikten dasteht, sondern gemeinsam nach Lösungen und Möglichkeiten suchen kann, was das Generationsproblem angeht. Es hat den Gemeindeleitern die Möglichkeit geboten, über die eigene Migrationsgemeinden hinaus zu schauen. Allein das Entstehen von neuen Kontakten über den Migrationshintergrund hinweg ist bereits ein sehr wertvolles Ergebnis der Tagung. Diese Kontakte sollten weiter gehalten werden, um dieser Stadt mit dem Herzen Jesu gemeinsam zu dienen.

Auch finde ich die Mittlerrolle von GfB unverzichtbar, da ohne deren Einsatz und Geduld das Zusammenkommen von Christen aus verschiedenen Migrationsgemeinden nicht in dieser fruchtbaren Form stattgefunden hätte.“

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Alle waren sich einige, es wird weitergehen, und die Erfahrung dieses Tages wird uns Ansporn sein, uns gemeinsam auf den Weg zu machen. Wir wollen das Potential, die Gaben und den Reichtum, den wir aneinander entdeckt haben, weiter entfalten und gemeinsam die Stadt Berlin prägen und verändern.

Tags: Berichte

One Spirit Camp

Am 2. Juni 2011 (Himmelfahrt) findet auf dem Himmelsfels in Nordhessen das One Spirit Camp, ein internationales Fest, statt. Parallel dazu wird vom 2. bis 4. Juni 2011 das International Youth Camp veranstaltet.

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Busfahrten werden von Berlin, Hamburg, Bremen, Kassel, Frankfurt, Düsseldorf, Essen und Stuttgart aus angeboten.

Download des Flyers, auf dem weitere Infos, Kontakt- und Anmeldemöglichkeiten angegeben werden: deutsch englisch

Tags: Veranstaltungen