“Viele Leute wollen gerne Gutes tun, wissen aber nicht, wo sie anfangen können. ServeTheCity schafft Gelegenheiten, auch mit begrenzten Einsatzmöglichkeiten wertvolle Beiträge zu leisten.”
In diesem Jahr war es 25 Jahre her, dass am 1. Mai von Demonstrationen in Kreuzberg Zerstörung und Gewalt ausging. Neben den vielen berechtigten Anliegen, für die in den Jahren demonstriert wurde, hatte sich die Gewalt als ein jährliches Ritual linksautonomer Gruppen und ihrer Sympathisanten entwickelt, verstärkt durch einen „Randale-Tourismus“. Am 30. April begannen die Ausschreitungen immer in schon in der Nacht als „Auftakt“ – meist im Mauerpark und im Prenzlauer Berg und eskalierten dann am 1. Mai.
Die Geschichte
2004 nahmen Christen der Stadt unter Koordination von Gemeinsam für Berlin Verantwortung. Es gab einen ersten Gebetseinsatz im Mauerpark und am 1. Mai mit Gebet in Kirchenräumen und auf der Straße – und den ersten Gebetsgottesdienst vor Ort in Kreuzberg. Zum ersten Mal meldeten die Zeitungen, dass das Gewaltritual durchbrochen wurde. In den folgenden Jahren wurde das fortgesetzt. Die Gewalt ging Jahr für Jahr kontinuierlich zurück, mit Ausnahme von 2009.
Gemeinsam für Berlin lud in diesem Jahr zum neunten Mal ein zu einem Freiluft-Gottesdienst mitten in Kreuzberg, in dem wir uns für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt einsetzen. Dieses Jahr stand er unter dem Slogan “Mach(t) mal anders“. Das Motto thematisiert die Stärke der Schwachen.
Gebet auf den Straßen
Nicht nur die für den 30. April und 1. Mai geplanten Demo-Routen sorgten für Konfliktpotential. Auch die soziale Lage in immer mehr Stadtteilen, wo für geringere Einkommen bezahlbarer Wohnraum immer weniger wird („Gentrifizierung“), gab Anlass zur Sorge. Kleine Gebetsgruppen waren schon am 30. April (sog. Walpurgisnacht) auf den Straßen im Stadtteil Wedding und begleiteten die Demonstration. Der Wunsch war, dass sich die Randale nicht vom bisherigen Standort Boxhagener Platz in Friedrichshain woanders hin verlagert. Genau so war es - einen derartig friedlichen 30. April hat Berlin seit Jahrzehnten nicht erlebt!
„Mach(t) mal anders“
Der Gottesdienst zog in diesem Jahr rund 800 (überwiegend) Christen aus der Stadt an. Wir
beteten und feierten bei schönstem Sommerwetter auf der Bühne, die uns die Partei die LINKE zur Verfügung gestellt hatte. Die Theatergruppe des Christlichen Jugendzentrums Oranienburg und die interkulturelle Band WakeUp wirkten mit. Pastor Paul Nogossek hielt die Kurzansprache, hier zu hören (einige Sekunden am Anfang und am Schluss fehlen).
Die Teilnehmenden beteten in Gruppen für einen friedlichen 1. Mai, darüber hinaus unter anderem für das Problem der Gentrifizierung, den sozialen Frieden in der Stadt und für Syrien. Am Schluss stand wiederum das Segenswort aus Römer 15,13 in fünf Sprachen.
Am Abend waren mehr Betende unterwegs, die die Demo begleiteten, als in den Vorjahren. Ausgehend von der 18-Uhr-Demo gab es einige wenige Randaleversuche, die zu einem Abbruch der Demo führten, bevor sie wie zuvor geplant das Regierungsviertel im Bezirk Mitte erreichte. Obwohl die Zahl der Demonstrierenden weit höher als im Vorjahr lag, gab es keine weiteren Vorfälle.
Die ansonsten nicht um Dramatisierung verlegene „BZ“ titelte am Folgetag “Heute nichts über Mai-Chaoten- wir zeigen die fröhliche, bunte Seite des Feiertages“ – ein neues Phänomen für das Boulevard-Blatt.DieBilanz des 1. Mai: nicht ohne Verletzte, dennoch weit weniger als in den Vorjahren. Ein Grund zum Danken! Es gab nur neun Festnahmen, von denen zwei Personen in U-Haft bleiben (2011 waren es noch 67). Der Innensenator und die Polizeichefin ziehen eine mit Recht eine positive Bilanz, die hier nachzulesen ist.
Auch in diesem Jahr planen wir eine gemeinsame Fahrt zum One Spirit Camp (am Himmelsfahrtstag – 17. Mai 2012 – auf dem Himmelsfels). Die Infos über die Fahrt von Berlin, Anmeldemöglichkeiten und Programm stehen unten. Sie können aber auch als PDF heruntergeladen werden: Einladung, Programm (deutsch), Programm (englisch).
Urlaubsbedingt gab es eine kleine Pause in unserer Nachlese-Reihe zum Transforum. Doch jetzt geht es weiter. Am Freitagmorgen hielt Pfarrer Axel Nehlsen, der Geschäftsführer von Gemeinsam für Berlin, eine Bibelarbeit zum Thema “Biblische Leitlinien: Göttliche und menschliche Gerechtigkeit”.
Harald Sommerfeld bearbeitet am Donnerstagabend das Thema HINSEHEN geschickt mit Hilfe von zwei Beamern. Mit dem rechten über den ganzen Abend stehenden Bild werden wir Konferenzteilnehmer konfrontiert mit der in reich / arm gespaltenen Stadt Sao Paulo. Mit den wechselnden Bilder links bohrt der Referent Löcher in festgefahrene Meinungen und Herzen. „Gib dem Reichen und sie werden arm sein – gib dem Armen und sie können ihre 2. Chance nutzen.“ Vor diesem biblischen Hintergrund plädiert der Referent für Begegnungsfelder von Reich und Arm.
Edi Pestalozzi, Basel
Weitere Eindrücke vom Abend:
Der Eröffnungsabend stand unter dem Motto Hinsehen. Der Vortrag von Harald Sommerfeld (Vorsitzender des Netzwerkes Gemeinsam für Berlin, Berater für urbane Transformation) zu diesem Thema war mitreißend, weil der Redner spürbar ein glühendes Herz für Menschen hat, die unter Ungerechtigkeit leiden. Er sieht genau hin und vermag das Gesehene so zu erklären, dass auch aus Problemen, die weit weg zu sein scheinen, auf einmal etwas wird, was mich persönlich berührt. Ungerechtigkeit gibt es genug, und es gibt zahlreiche von manchen Christen gepflegte Möglichkeiten, sie einfach nicht zur Kenntnis zu nehmen. Es ist eine – meine – persönliche Entscheidung, ob ich hinsehen oder wegschauen möchte.
Mitten im Thema gab es eine Unterbrechung, vier Rapper aus dem Soldiner Kiez, einem der sozialen Brennpunkte Berlins, kamen auf die Bühne. Die Kingz of Kiez, wie sie sich nennen, boten ihre Musik dar und gaben im Gespräch Auskunft über ihren Alltag, ihr Leben, ihre Träume und ihre Sorgen. „Wenn man mir, weil ich Moslem bin, den 11. September immer wieder vorwirft, dann verletzt mich das“, sagte einer der jungen Musiker. Nanu? Moslems auf der Bühne einer christlichen Konferenz? Jawohl. Und auch das ist gut so. „Ich bin dankbar, dass ich hier leben kann, wo ich nicht verhungern muss, wo kein Krieg herrscht. Ich muss nicht jeden Tag Angst um meine Familie und mein Leben haben“, meinte ein anderer. Mich überraschte, dass die Jugendlichen, obwohl sie in einer „schwierigen“ Ecke Berlins leben, neben einigen berechtigten Wünschen nach mehr Gerechtigkeit doch eine ganze Menge an positiven Dingen über ihr Leben zu sagen hatten.
Der Vortrag von Harald Sommerfeld widmete sich anschließend Erlebnissen und Beispielen, wie durch das Hinsehen (und das daraus folgende Handeln natürlich) Gerechtigkeit zunehmen kann. Wir müssen nicht die ganze Welt verändern wollen. Es genügt, da wo wir sind, womöglich in einem ganz klein erscheinenden Bereich, hinzusehen und Schlussfolgerungen aus dem zu ziehen, was wir dann wahrnehmen. Aus vielen kleinen Schritten kann eine spürbare Zunahme der Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft entstehen.
Günter J. Matthia, Berlin
Der Vortrag von Harald Sommerfeld kann hier nachgehört werden. Die Kingz of Kiez gibt es auf Youtube oder gleich hier:
Am Ende des Abends berichtete Bernard Millard vom Missionsring Chemnitz, wie sie sich überkonfessionell für ihre Stadt engagieren. “Gemeinsam für …” ist nicht nur in Berlin angesagt.
Über einen Beitrag des Transforum habe ich mich besonders erfreut. Es gab nämlich etwas wirklich Gutes zum HINSEHEN: eine Fotoausstellung zum Thema “Lebensfreude” von Roland Walter. Roland gehört zu den Menschen, die wir als “behindert” bezeichnen. Er sitzt im Rollstuhl und ist ständig auf Hilfe angewiesen. Und gleichzeitig ist er jemand, der Hindernisse überwindet, sich für Gerechtigkeit einsetzt und anderen hilft.
Zur Eröffnung seiner Ausstellung wurde er von unserem Geschäftsführer Axel Nehlsen interviewt. Hier ein Auszug:
Axel Nehlsen: Wenn es um Gerechtigkeit für die Stadt geht - was ist für dich am wichtigsten bei diesem Thema?
Roland Walter: Gott hat keine Schubladen geschaffen, sondern Originale. Darum brauchen wir verschiedene Angebote, wo sich jeder entsprechend seinen Gaben und Fähigkeiten einbringen und ausprobieren kann. Das bedeutet auch, dass wir von dem alten Grundgedanken „Menschen mit Behinderungen gehören in ein Heim“ endlich wegkommen müssen.
Axel Nehlsen: Wir haben im Vorraum eine Ausstellung deiner Fotos. Warum ist es dir wichtig, die auszustellen? Was ist deine Botschaft?
Roland Walter: Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der man sich nicht mehr traut echt zu sein. Ich möchte mit dieser Ausstellung Mut machen. Wir dürfen zu dem stehen wer sind. Wir brauchen uns nicht hinter Fassaden zu verstecken. Und wir dürfen uns über das Leben freuen.
Axel Nehlsen: Du engagierst dich auch überregional für Menschen mit Behinderung? Wo zum Beispiel?
Roland Walter: Ich bin im Vorstand der Gemeinschaft der Roller und Latscher e. V. Dieser Verein organisiert Freizeiten und Seminare für Menschen mit und ohne Behinderungen. Dann bin ich Assistenznehmervertreter bei Ambulante Dienste e.V. Und nicht zuletzt bin ich im Arbeitskreis „Perspektivforum Behinderung“ der evangelischen Allianz.
Um Gerechtigkeit zu fördern, hat Roland eine Broschüre “Wie kann ich meine Gemeinde barrierefrei gestalten?” herausgegeben, die hier als PDF runtergeladen werden kann. In dieser Broschüre steht folgender Text:
Und nun noch zwei Kostproben seiner Selbstportraits:
Jetzt liegt es hinter uns, das Transforum 2012. “Gerechtigkeit für die Stadt” hat uns beschäftigt. Viele werden hoffentlich etwas davon in die Tat umsetzen. Einige haben ihre Erfahrungen aufgeschrieben. Wir werden hier in den kommenden Tagen einen kleinen Mix von Zusammenfassungen, Eindrücken und Bildern wiedergeben und hoffentlich etwas von der Inspiration dieser Konferenz auch an die weitergeben, die nicht persönlich dabei sein konnten.
Das Transforum 2012 war die fünfte Konferenz dieser von Gemeinsam für Berlin veranstalteten Tagungsreihe. Es wäre ein törichtes Unterfangen, alle Eindrücke, Einsichten und Impulse aus den vielen Stunden in einen für diesen Bericht angemessenen Rahmen zwängen zu wollen. Ich will und muss mich daher auf ein paar für mich persönlich besonders wichtige und herausragende Punkte beschränken. Andere Teilnehmer werden anderes bemerkenswert gefunden haben, und das ist auch gut so.
Das große Thema der Konferenz war Gerechtigkeit. Können und wollen wir als Christen einen Beitrag leisten, um in unserer Gesellschaft für mehr Gerechtigkeit zu sorgen? Was ist, vorausgesetzt wir wollen nicht die Augen vor der Ungerechtigkeit schließen und auf ein besseres Jenseits verweisen, zu tun?
Edi Pestalozzi von Zämme für Basel erlebte den Einstieg in die Konferenz so:
Mein Flieger setzt auf der Schönefeld-Piste auf und ich habe gerade mal 24 Stunden Zeit, um mich auf die Grossstadt Berlin und auf das Abenteuer Transforum 2012 einzustellen. Am Donnerstag um 11 Uhr beginnt das Vortreffen der Delegierten aus diversen Städten. Da schnappe ich den Satz auf „Man will uns Christen nicht abschaffen, aber privatisieren“ – diese Absicht wäre genau das Gegenteil vom Ziel der Transforum-Leute: EINMISCHEN! Aber Einmischen geht wohl nur, wenn die Gemeinden aufhören, wie Schrebergärtner je ihren Fleck zu pflegen. Es geht um das Reich Gottes und um unsere Städte. Stadtgärtner sind gefragt.
Dann lerne ich gleich noch vor Konferenzbeginn, was ein Altdeutscher und was ein Neudeutscher ist. Und dass unsere Berliner Freunde Young Leaders United gegründet haben, eine Plattform für die zweite Generation von Menschen mit Migrationshintergrund. Die Zukunft unserer Gemeinden ist multikulturell. Das wird dann zu Beginn der Konferenz deutlich sichtbar. Die Musikband WakeUp, in der alle Kontinente vertreten sind, leitet uns an, Gott gemeinsam anzubeten. Sie geben zu jedem Lied den Lead an ein anderes Mitglied der Band weiter. Kein Land, kein Kontinent dominiert mehr. Heisst es nicht in Offenbarung Kapitel 7, dass Menschen aus allen Nationen gemeinsam Gott anbeten! Ich darf es heute schon sehen, sofern mir nicht das Augenwasser die Sicht versperrt.
Und Kerstin Hack, die die Teilnehmer wieder durch den Konferenzbüchertisch mit Lektüre zur weiteren Beschäftigung mit den Themen der Tagung versorgte, fasst ihren Gesamteindruck so zusammen:
Es gibt Konferenzen, zu denen geht man. Die genießt man. Und dann geht man wieder. Mit einigen schönen Impulsen und Erinnerungen. Gut war´s. Schön war´s. Das war´s.
Und dann gibt es andere, bei denen man ahnt, dass das, was da geschah, etwas bewegt hat. Einen nicht mehr loslässt. Das Transforum 2012 gehört für mich zur letzteren Sorte.
Thema: Hinsehen. Aufstehen. Einmischen. Gerechtigkeit für die Stadt.
Dass die Konferenz bewegt hat, fing schon damit an, dass sie auf vielen Ebenen stimmig war. Da wurde Geld nicht für teure Deko ausgegeben, sondern der Raum mit Tulpen in beklebten Milchtüten und Tüchern aus recycelten Putzlappen dekoriert.
Da waren Berliner aus einem halben Dutzend Herkunftsländern in der Band vertreten. Da wurden die Teilnehmer nicht mit endlos langen Vorträgen zugetextet. Sondern durch prägnante, relativ kompakte Vorträge ergänzt von Interviews, Gesprächsrunden, Filmen und poetisch -musikalischen Beiträgen. So dass das Hirn aufnahmebereit blieb. Wozu übrigens auch vernünftiges Essen beitrug. Obst als Pausensnack und lecker gekochtes Essen und viele Salate statt Konferenz-Junkfood. Herrlich. Und natürlich Fair Trade Tees und Kaffee. Logisch. Stimmig.
Wie das mit dem Hinsehen, Aufstehen und Einmischen weiterging, werden wir in den kommenden Tagen berichten.
In diesem letzten Teil meines Berichts will ich konkrete Möglichkeiten der Weiterarbeit und des „follow up“ aufzeigen. Zunächst liegt das Gute sehr nah, weil es nämlich im Rahmen der Transforum-Konferenz eine Rolle spielt. Die andere Möglichkeit liegt zeitlich und entfernungsmäßig weiter weg: die Idee einer Studienreise.
Workshop und Podium mit Erfahrungen aus Boston am 25.02. auf der TRANSFORUM-Konferenz
Am Samstag, 25. Februar 2012, im Plenum von 9.00 bis 13.00 Uhr, gibt es ein Podiumsgespräch mit Dr. Bianca Dümling, die zurzeit in Boston bei EGC in der interkulturellen Arbeit mitarbeitet: Es geht um den dritten Teil des Mottos, also nach dem Hinsehen und Aufstehen um das EINMISCHEN. Ferner beteiligt am Podium sind: Joshua Lupemba, Keith Warrington, Erhart Zeiser. Die Moderation hat Harald Sommerfeld.
Außerdem hält Bianca ab 15 Uhr den Workshop W 12 „Interkulturelle Vielfalt als Herausforderung und Chance - Gleichberechtigte Partnerschaft / Teilhabe von Christen mit und ohne Migrationshintergrund leben“. Sie beschreibt das Geplante so: „Niemand würde abstreiten, dass Jesus Christus kulturelle Grenzen überwindet und die Kirche, als der Leib Christi, in Deutschland eine kulturelle Vielfalt umfasst. Zwischen Theorie und Praxis ist jedoch eine große Diskrepanz zu erkennen. Wir müssen uns folgende Fragen stellen: Gestalten wir glaubwürdig eine „Einheit in Vielfalt“? Bezeugen wir, dass die Kirche durch die Kraft von Jesus Christus in einer segregierten Gesellschaft kulturelle Grenzen überwindet? Sind wir relevant in dem polarisierten Diskurs um Integration? In diesem Workshop werden wir über die Herausforderungen diskutieren, die in interkultureller Vielfalt liegen, und über Ansatzpunkte, diese zu überwinden, um gleichberechtigte Partnerschaft/Teilhabe zwischen Christen mit und ohne Migrationshintergrund zu leben. Wir werden ebenso über den Reichtum und die Chance nachdenken, die in der interkulturellen Vielfalt liegt, Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen.“
Herzliche Einladung, dabei zu sein! Wer nicht die ganze Tagung besuchen kann, hat die Chance mit einer Tageskarte.
Diese Idee wurde vom GfB-Vorstand vorgeschlagen und fand bei unsern Partnern in Boston große Zustimmung. Sie würden uns gerne ein interessantes Programm zusammen stellen und auch einen Gegenbesuch zu einem späteren Zeitpunkt anvisieren. Zunächst hatten wir schon Oktober 2012 in den Blick genommen, merken aber, dass wir in Berlin bis dahin noch nicht genug mobilisiert haben werden. Denn ein solcher Besuch hat nur nachhaltigen Lerneffekt und geistliche Frucht, wenn wir gut vorbereitet und mit den richtigen Fragen hinfahren. Wir haben die Idee kürzlich bei einem Treffen von gesellschafts-relevanten/kiezbezogenen Projekten vorgestellt, wo großes Interesse besteht. Wir wollen sie auch auf dem Transforum vorstellen.
Gedacht ist laut Absprache mit Boston Folgendes:
Die Gruppe sollte ca. 15 Leute aus Berlin unter besonderer Berücksichtigung von Christ/innen mit Migrationshintergrund und jungen Leiter/innen umfassen
Es können sich Interessierte aus anderen Städten anschließen.
Wir werden gemeinsam untergebracht, um Fahrzeiten zu sparen und direkten Austausch des Erlebten zu ermöglichen; dafür wird ein Retreat-Haus o.ä. gesucht.
Das Programm soll Interessierte aus Boston einbeziehen und damit Partnerschaft und Synergien ermöglichen.
Gemeinsam für alle wäre: Einführung und Info über die Stadt, alles über living system ministry, Begegnung mit dem EGC-Team
Getrennt werden kann dann je nach Interessenlage, z. B. Community Organizing, ethnic churches & 2nd generation, Projekt gegen Jugendgewalt, Ausbildung und Forschung für Urban Ministry, Gemeindegründung u.a.
Schön wäre es, das jährliche EGC-Dinner im Frühjahr mit ca. 1000 Gästen in der Zeit mitzubekommen, eine Kontakt- und Fundraising-Veranstaltung. Es ist inzwischen für viele Besucher ein gesellschaftlicher Event, wo sie interessante Leute treffen und kennenlernen. Die Stärke von EGC ist die jahrzehntelange Arbeit, von der schon viele sichtbar profitiert haben und die sie deshalb unterstützen: www.egc.org
Ein Termin steht noch nicht fest, im Blick ist das Frühjahr 2013. Auch die Finanzierung ist noch zu klären (Zuschüsse? Staffelpreise?). Interessierte können sich aber schon bei GfB melden und sich auf eine Vormerkliste setzen lassen.
Gemeinsam für Berlin e.V. ist eine Initiative im Großraum Berlin mit dem Ziel, alle gesellschaftlichen Bereiche der Stadt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen.
Wie auf dem Transforum Berlin, unserer in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Konferenz für City-Reaching, geht es auf diesem Blog um das Thema "Das Reich Gottes und unsere Städte".