Transforum - der Blog

Religion und Bürgergesellschaft

Autor: Harald Sommerfeld, 11. Januar 2010, 13:47

In seinem Buch “Reiligion und Bürgergesellschaft” begründet Paul Nolte, warum er Religion für eine wichtige Ressource der Bürgergesellschaft hält, und stellt vor, wie er sich die Beziehung von beiden vorstellt. Im Spreeblick-Blog gibt es eine Zusammenfassung seiner Argumente.

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Buchbesprechung

Buchtipp: Der wilde Messias

Autor: GfB, 10. Juni 2009, 19:41

Viele Christen wollen die Kirche der postmodernen Welt neu erfinden. Die Botschaft von Michael Frost und Alan Hirsch lautet stattdessen: zurück zu Jesus. Nicht der harmlose Kirchenfenster-Jesus mit Heiligenschein und verklärtem Blick, sondern der wilde, ungezähmte, radikal barmherzige, immer überraschende Messias der Evangelien muss die Mission und Gestalt der Kirche prägen.

In diesem Buch fragen die Autoren, welche Rolle der Jesus der Evangelien heute in der Christenheit spielt. Sie nehmen uns auf eine Reise mit, die uns selbst und unser Verständnis von Mission transformieren kann und zum Kern dessen führt, was Kirche ausmacht. Dabei sprechen Michael Frost und Alan Hirsch nicht von Reformation, sondern von einer radikalen Neugründung: zurück zum Grundstein der Kirche – Jesus selbst.

“Unser Christsein ist geprägt von vielen Jesusbildern unserer Kindheit, unserer Kirche oder unserer Erfahrung. Aber wie ist Jesus wirklich? Frost und Hirsch versuchen, den ursprünglichen Jesus der Evangelien neu zu entdecken. Das Ergebnis ist gleichermaßen unbequem, spannend und wichtig. – Pflichtlektüre für engagierte Christen!” (Tobias Faix)

Michael Frost & Alan Hirsch, Der wilde Messias, Neufeld Verlag 2009

[Joel News]

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Buchbesprechung

Die Zukunft gestalten

Autor: Axel Nehlsen, 16. April 2008, 9:27

Fast schon ein Standardwerk für neue „missionale“ Formen von Kirche in der Postmoderne (und danach) ist das herausfordernde Werk der beiden australischen Autoren Michael Frost und Alan Hirsch: The Shaping of Things to come - Innovation and Mission for the 21st Century Church. Jetzt ist es endlich auch auf Deutsch erschienen:

zukunftM. Frost / A. Hirsch: „Die Zukunft gestalten“
Paperback, 368 Seiten
Preis: 17,95 €
C+P-Verlag, Gerth Medien

In vier großen Schritten entwerfen Michael Frost und Alan Hirsch ein faszinierendes Gesamtkonzept der Kirche der Zukunft. Die Autoren zeigen, vor welchen Herausforderungen Kirchen und Gemeinden - gleich welcher Benennung und Tradition - speziell in unserer westlichen Kultur, durch die Entwicklungen der Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht. Viele Modellberichte machen Lust, die notwendigen Entwicklungsschritte zu wagen: hin zu Gemeinschaften, die wieder kulturprägend sind, den Menschen nahe kommen, eine Spiritualität der Postmoderne entfalten und ganz neue Leitungsstrukturen entwickeln. Eine theologisch fundierte Zeitanalyse und zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für einen geistlichen Aufbruch, herausfordernd und viele unserer erlernten Gemeinde-Denkmuster in Frage stellend! Das alte konstantinische „Christentums-Modell“ müsse überwunden werden. Die Gemeinde der Zukunft sei „missional, inkarnatorisch, messianisch und apostolisch“, oder sie habe keine echte Zukunft - das entfalten die Praktiker in diesem Buch.

Lohnend, diskutierenswert, praktisch, inspirierend!

Kommentare (1)

Buchbesprechung

Vom Schrott zum Segen

Autor: Kerstin Hack, 11. März 2008, 10:25

…das ist sogar ganz wörtlich gemeint - zumindest wenn Birgit-Cathrin Duval davon erzählt und im gleichnamigen Buch beschreibt, wie Christen ehrenamtlich in einer Autowerkstatt Autos für Bedürftige wieder zusammenflicken. Damit ermöglichen sie ihnen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem man aber ziemlich begrenzt ist, wenn man nicht mobil ist, neue Lebensperspektiven z. B. die Möglichkeit wieder einen Job anzunehmen, weil sie ohne Auto nicht zur Arbeit fahren könnten. Ein Interview mit Titus Müller und ihr gibt es bei Hope Channel zu sehen.
Natürlich ist auf der anderen Seite des Teiches alles viel größer als bei uns. Was ja nicht heißt, dass man gute Ideen nicht auf eigene Möglichkeiten zurechtschneiden kann. In Berlin z. B. hat eine Kirchengemeinde kaputte Fahrräder repariert und Hartz IV Empfängern zur Verfügung gestellt - weil auch hier Mobilität ein Schlüssel für neue Perspektiven sein kann.

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Buchbesprechung, Geschichten Gottes, Keine Kategorie, Modelle der Hoffnung, Soziale Gerechtigkeit

Global Learning Community Teil 3

Autor: Axel Nehlsen, 31. August 2007, 14:36

[Teil 1 2]

Reich Gottes, Wirtschaft und strategischer Planungsprozess

Bei der dritten Tagung im Januar 2006 waren Axel Nehlsen und Kay Faßbender, Geschäftsmann und Mitbegründer von „Gemeinsam für unsere Stadt“ dabei. Die Thematik war bestimmt von dem Auftrag, auch im Bereich der Wirtschaft und mit den finanziellen und Einfluss-Ressourcen, die dort generiert werden, das Reich Gottes in den Städten zu fördern. Der Ertrag für GfB war in diesem Fall nicht so ergiebig.

Jedes Mal waren wir allerdings gefordert, ein Update der Entwicklung in den beteiligten Städten zu geben, und zwar anhand eines Schemas, das einen strategischen Planungsprozess beschreibt. Dies war von Anfang an für uns eine positive Herausforderung, da wir es seitdem als Tool für die Beschreibung der Vision, der Schritte und Strategien von GfB nutzen.

Impulse eines Buches: Faktoren für das Wachstum der Gemeinde Jesu

Rodney Stark: Der Aufstieg des Christentums, Princeton 1996, Weinheim 1997

Dieses Buch wurde den Teilnehmern empfohlen und spielte im Hintergrund weiter eine Rolle. Es handelt sich um eine soziologische Untersuchung zu den Bedingungen der Ausbreitung des christlichen Glaubens in den ersten vier Jahrhunderten. Also kein „frommes“ Buch! Normaler Weise gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass die vollmächtige Predigt der Apostel und ihrer Nachfolger, dazu Wunder und Massenbekehrungen, vielleicht noch das Beispiel der Märtyrer, die schnelle Ausbreitung des Glaubens an Jesus Christus bewirkt haben. Starks soziologische, historische und statistische Analyse kommt zu anderen Ergebnissen. Er weist schlüssig nach, dass die Attraktivität des christlichen Glaubens hauptsächlich in den multireligiösen und multiethnischen Großstädten wie Antiochia oder Ephesus andere Ursachen hatte.

  1. Integration verschiedener gesellschaftlicher Schichten (Einflussreiche und Arme)
  2. Wesentliche Basis im Diaspora-Judentum („Gottesfürchtige“)
  3. Praktische Hilfe und geistlicher Trost bei (häufigen) Seuchen, Katastrophen und Leid
  4. Schutz der un- und neugeborenen Kinder (im totalen Gegensatz zur Umwelt, dadurch auch höhere Lebenserwartung)
  5. Aufwertung der Stellung von Frauen
  6. Sozialer Halt und praktische Hilfe im Chaos der Großstädte
  7. Starkes Gemeinschaftsleben bei bleibender Offenheit nach außen
  8. Überwindung der ethnischen Spannungen durch Integration ins Volk Gottes
  9. Neue Kultur von Solidarität, Nächstenliebe und versöhnten Beziehungen
  10. Glaubwürdiges Vorbild der Märtyrer
  11. Unabhängigkeit vom Staat und bezahlter religiöser Dienstleistung
  12. Exklusiver Wahrheitsanspruch, starke Bindungskraft, neues Menschenbild
  13. Attraktive und befreiende Lehre (Liebe Gottes) und Praxis (Barmherzigkeit)

Spannende Entdeckungen, die in ihrer Relevanz für ein missionarisch offensives und zugleich gesellschaftsrelevantes Christsein heute für sich sprechen! Unsere Stadt und die vielen Menschen, die im Großstadtdschungel sozial oder seelisch kaputt gehen, brauchen uns. Sie verdienen das ganzheitliche Zeugnis der Kirchen und Christen, das wir selber leben sollen und zu dem wir andere ermutigen und anleiten können:

  • die Botschaft von Gott, der seinen Sohn gab, weil er uns so sehr liebt
  • die Taten der Liebe und die Zeichen seiner heilenden Gegenwart
  • das Gebet für die Einzelnen, die Gesellschaft, die Verhältnisse und die Politiker um Gottes veränderndes Wirken.

Wird fortgesetzt. Der vollständige Bericht kann hier als PDF heruntergeladen werden.

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Berichte, Buchbesprechung, City-Reaching, Transformation

Die Zukunft des Christentums

Autor: Harald Sommerfeld, 16. August 2007, 8:29

Christianity is growing … in ways that observers in the West tend not to see. (Philip Jenkins)

Philip Jenkins ist Professor für Geschichte und Religiöse Studien an der Pennsylvania State University. In einer Serie von drei Büchern hat er die Zukunftsaussichten für das Christentum in Europa untersucht - in einer globalen Perspektive und vor dem Hintergrund eines stärker werdenden Christentums in der südlichen Hemisphäre.

In der Juli-Ausgabe der Emmanuel Research Review fasst Brian Corcoran das Wichtigste zusammen.

Taken together, The Next Christendom, The New Faces of Christianity, and God’s Continent, three books by Phillip Jenkins, Distinguished Professor of Religious Studies and History at Penn State, provide an informative, practical, and challenging trilogy on the future of Christianity from a global perspective that can help explain local trends in church demographics and help guide the daily decisions we face in urban ministry.

* In the first of the series, The Next Christendom (2002), Jenkins demonstrates how the direction and center of Christianity is moving southward. The emerging expression of global Christianity is not European or North American but rather African, Asian, and Latin American – in the global South.

* In his next book, The New Faces of Christianity (2006), Jenkins examines Christianity in the global South and how it might influence the future of the faith. He describes a vital, emerging faith that is eager to believe biblical passages, is active in social-political engagement, and challenging to Euro-centric thinking and theology.

* His most recent book, God’s Continent (2007), completes the trilogy with an historical and balanced consideration of the religious future of Europe. What influence will the forces of globalization, secularization, and Islam have on the future of Europe? In the process, Jenkins addresses popular notions suggesting the death of Christianity and Islamic takeover to portray a more hopeful future.

Der vollständige Artikel steht hier.

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Buchbesprechung, Trends

The Rise of Christianity

Autor: Harald Sommerfeld, 26. März 2007, 6:58

Marlin (Vineyard Heidelberg) beschreibt Einsichten und Eindrücke beim Lesen von Rodney Stark: The Rise of Christianity.

Teil 1, 2, 3, 4

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Buchbesprechung, Geschichte des Christentums

Nach dem Christentum ist vor …

Autor: Harald Sommerfeld, 21. März 2007, 9:29

Wir leben in einem nachchristlichen Europa. Ist diese Krise eine Krankheit zum Tode oder eine Chance zur Genesung? Reinhold Scharnowski hat eine ausgezeichnete Zusammenfassung des Buches Post-christendom: Church and Mission in a Strange New World von Stuart Murray geschrieben.

Eigentlich spüren es viele, aber kaum jemand wagt es auszudrücken. Der englische Autor Stuart Murray macht es in seinem Buch Post Christendom (Nach der Christenheit, 2004) in aller Deutlichkeit klar: die Zeit des Christentums in Westeuropa geht ihrem Ende entgegen, ja ist eigentlich bereits vorbei. Was meint er damit?

Nicht die Zeit des Christentums als Weltreligion, auch nicht die Zeit der Gemeinde oder der missionarischen Chancen geht zu Ende (ganz im Gegenteil). Es geht beim “Ende des Christentums” um die gut 1700jährige Epoche der offiziellen christlichen Kirche als kulturprägende Kraft in den meisten westeuropäischen Ländern. Es geht um die konstantinische Verbindung von Kirche, Staat und Gesellschaft - und um den privilegierten Status, den das Christentum in unseren Ländern innehatte …

Der vollständige Artikel von Reinhold (Am Ende der Christenheit) steht hier.

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Buchbesprechung, Paradigmen

Über uns

Gemeinsam für Berlin e.V. ist eine Initiative im Großraum Berlin mit dem Ziel, alle gesellschaftlichen Bereiche der Stadt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen.

Wie auf dem Transforum Berlin, unserer in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Konferenz für City-Reaching, geht es auf diesem Blog um das Thema "Das Reich Gottes und unsere Städte".