Das Kreuz mit der Wahl
Autor: Harald Sommerfeld, 24. August 2009, 19:42

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Inmitten der Krisen – Finanzen, Ethik, Energie, Umwelt und nicht zuletzt der Mittlere Osten – gibt es viele Gelegenheiten für das Königreich Gottes. «Selbst säkulare Journalisten scheinen die Hand Gottes zu erkennen», berichtet Jeff Fountain, Leiter von JmeM Europa. Er zitiert eine Kolumnistin: «Nur wer ohne Sünde ist, kann den ersten Euro werfen. Und das», meint sie, «bringt uns zurück zu unseren jüdisch-christlichen Wurzeln. Diese Religion bietet 10 Lebensregeln an: die 10 Gebote. Sie mögen alt sein, doch», so erklärt sie, «treffen sie direkt ins Herz des aktuellen Finanzchaos.
Zum Beispiel:
«Zwar sind Journalisten keine Theologen», sagt Jeff, «aber sie bringen es auf den Punkt: plötzlich suchen wir nach moralischen Richtlinien.» Ein anderer Journalist rief zu einem „Jahr der geistigen Hygiene” auf. Wenn wir entdecken, dass der endlose Aufstieg eine Illusion ist, werden wir dann die kleinen täglichen Freuden wiederentdecken, so sein Hinweis. Wir können geistlich und moralisch gesünder in diesem Jahr werden, eine neue Solidarität in der Gesellschaft und Potenzial zur Veränderung entdecken.
[JOEL NEWS 0309]
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Man muss nicht an Gott glauben, um ethisch zu handeln. Viele Christen kennen in ihrem Umfeld Atheisten, die sich mehr für bestimmte humanitäre Anliegen einsetzen als mancher Mitchrist, mit dem sie am Sonntag die Kirchenbank teilen. Doch gilt das, was im Einzelfall zutrifft, auch für die Gesellschaft als ganze? Kann eine unreligiöse Gesellschaft so ethisch sein wie eine durch den Glauben geprägte?
Unter dem Titel “Humane Gesellschaft ohne Gott” stellt Andreas Püttmann dies auf Cicero online in Frage. Ergebnisse der empirischen Sozialforschung belegen, dass Menschen mit religiöser Prägung im statistischen Durchschnitt signifikant weniger egoistisch und hedonistisch eingestellt sind.
Atheisten sind im Durchschnitt materialistischer, egoistischer und hedonistischer eingestellt. Eine Repräsentativumfrage für die Allensbacher Werbeträger-Analyse 2005 fragte 14-29jährige Deutsche danach, „was im Leben wichtig ist“. Junge Leute, die sich als „religiös“ bekennen, nannten signifikant häufiger als areligiöse die Werte: „gute, vielseitige Bildung“ (72 zu 55 Prozent), „immer Neues lernen“ (69:54), „soziale Gerechtigkeit“ (69:52), „Menschen helfen, die in Not geraten“ (69:46), „Kinder haben“ (61:42), „Verantwortung für andere übernehmen“ (43:26), „Auseinandersetzung mit der Sinnfrage“ (45:19), „Naturerfahrungen“ (38:22), „aktive Teilnahme am politischen Leben“ (14:7). Bei zwei Antwortmöglichkeiten hatten die Areligiösen die Nase vorn: „hohes Einkommen“ (49:37 Prozent) und „Spaß haben, das Leben genießen“ (76:67).
Der vollständige Artikel von Andres Püttmann steht hier.
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Forschung, Gesellschaft, Statistik
Säkularisten auf beiden Seiten des Atlantiks sind für die Trennung von Kirche und Staat, von Religion und Politik eingetreten und kämpften dafür, dass für auf Glauben basierende Projekte keine öffentliche Mittel ausgegeben wurden. Aber eine in Auftrag von Rotterdams Stadtrat kürzlich erfolgte Studie deckt auf: Wenn die Kirchen ihre freiwilligen Aktivitäten sofort einstellen würden, käme es zum Staatsbankrott. Kirchen und Gemeinden bringen der Stadt jährlich Einsparungen von etwa 130 Millionen Euro und bewirken einen großen sozialen Zusammenhalt und Integration.
Für ihre Studie nahmen die Forscher der Universität Nijmegen mit 272 Kirchen in Rotterdam Kontakt auf. Dabei entdeckten sie, dass die evangelikalen Kirchen mit 36% die größte Gruppe sind. Die protestantischen Kirchen der Niederlanden (PKN) machten 18% der Studie aus, 13% waren römisch-katholisch. Den Rest bildeten ökumenische Kirchen. Während in einigen europäischen Ländern wie Frankreich, Polen und Belgien evangelikale Gemeinden immer noch von den Regierung als „Sekten“ bezeichnet werden, geht aus der holländischen Studie klar hervor, dass diese Gemeinschaften sehr schnell zum „Mainstream“ werden, welche insbesondere durch einwanderende evangelikale Christen wachsen.
Entgegen der Erwartungen der Säkularisten ging die Zahl der Kirchenzugehörigen nicht zurück. Bei einer Anzahl von etwa 200˙000 ist jeder dritte Einwohner Rotterdams Mitglied einer Kirche. Jeder vierte besucht regelmäßig einen Gottesdienst, das sind 50˙000 oder 9% der Einwohner. Die Hälfte dieser regulären Kirchgänger, etwa 25˙000, sind aktive ehrenamtliche Mitarbeiter, die meisten investieren acht oder mehr Stunden pro Woche in Freiwilligenarbeit. Diese Aktivitäten umfassen interkulturelle und interreligiöse Programme, Weiterbildungs- und Schulungsangebote und soziale Unterstützungs- und Hilfsprogramme. Freiwillige bieten finanzielle Nothilfe an, organisieren Mittagstische und mobile Essensversorgung, stehen den Trauernden bei, helfen bei Hausaufgaben, lehren Fremdsprachen und geben PC Lektionen, unterstützen Gewaltopfer, Prostituierte, Asylanten, Vertriebene, Heimatlose und Gefangene und vieles mehr.
Die Forscher fanden auch heraus, dass Kirchen für Ausländer genauso viel soziales Engagement zeigen wie für Einheimische. Diese breit umfassende, weder bürokratische noch diskriminierende soziale Hilfe ist bis heute weitgehend von den öffentlichen Ämtern ignoriert worden. Nach Angaben der Forscher der Universität von Nijmegen ist es allerhöchste Zeit für die Stadtväter Rotterdams (und andernorts), den städtischen Kirchen und Gemeinden endlich Anerkennung und konkrete finanzielle Unterstützung für diese enorme Arbeit zukommen zu lassen. Dies wird auch klipp und klar im Titel der Studie formuliert: « Zählt euren Segen!»
Quelle: Jeff Fountain, Hope for Europe; zitiert nach Joel News 30 vom 5. September 2008
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Berichte, Forschung, Gesellschaft, Good News
Mehr dazu gibt es hier: Gebet für Berlin - Mai 2008
Ein Bericht mit Fotos folgt dann nach dem 1. Mai.
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Auf dem letzten Transforum hielt Alexander Garth, Pfarrer der Jungen Kirche Berlin, ein Seminar über Gemeindearbeit, deren Hauptzielgruppe Atheisten sind. Ein Auszug aus dem Handout:
Bedauern über Unglauben: Zunehmend bedauern heute Menschen, die früher stolz auf ihr Freidenkertum waren und Gott für eine unanständige Idee hielten, dass sie nicht glauben können. Ja Unglaube war einmal eine herrliche Freiheit von der lästigen Idee Gottes, die einem emanzipatorischen Lebenskonzept entgegensteht. Heute verbreitet er Ungeborgenheit und Existenzangst. Immer mehr Menschen sind heute unzufrieden und unglücklich über ihren Unglauben. Sie ahnen, dass ihnen der Glaube in schwierigen Zeiten helfen würde, und sie beginnen sich nach Glauben zu sehnen. Glaube gibt nun einmal Halt, Orientierung und Trost. Phänomene unserer Welt wie Terrorismus, Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Klimawandel, Kriegsgefahr, atomare Bedrohung, Informationsüberflutung, Gewalt in der Gesellschaft machen auch dem letzten Ignoranten klar, dass wir in einer bedrohten und unheilen Welt leben. Psychologen sprechen von Angst und Depression als der Volkskrankheit unserer Kultur schlechthin.
Nicht nur Kirchenleute warnen vor den Folgen einer glaubenslosen Gesellschaft, sondern dass selbst ein Postsozialist wie Gregor Gysi bei der Aussicht auf eine gottlose Gesellschaft von Grauen gepackt wird, ist Zeichen eines breiten Umdenkens. In einem Gespräch mit Johannes B. Kerner sagte er: „Eine gottlose Gesellschaft das heißt eine Gesellschaft ohne jede Orientierung, eine Gesellschaft des reinen Pragmatismus, wo man heute das denkt und morgen jenes denkt und überhaupt keine moralisch einigermaßen verbindlichen Maßstäbe mehr hätte.“ Dem Atheisten graut es vor der Gottlosigkeit und ihren Folgen. Das sind wirklich neue Töne.
Der vollständige Text kann hier als PDF runtergeladen werden.
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Gesellschaft, Texte, Transforum, Trends
Viele Christen wünschen sich, mit Gott „ins Geschäft zu kommen“, das heißt, dass die Prinzipien der Bibel das gesamte unternehmerische Handeln prägen und durchdringen. Um diese Menschen in ihrem Anliegen zu unterstützen, hat sich im Rahmen von Gemeinsam für Berlin eine Arbeitsgruppe „Firmengründungen nach biblischen Geschäftsprinzipien“ gebildet. Ziel der Initiative ist es, Firmengründer dabei zu unterstützen, dass ihre Unternehmen Licht und Salz unserer Wirtschaft werden und daraus Ressourcen für das Reich Gottes freigesetzt werden. Infos: www.fbg-web.de.
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Die Zahl der 2007 in Berlin polizeilich erfassten Straftaten sank auf den niedrigsten Stand seit der Wende. “Beunruhigend” ist der gegenläufige Anstieg an Rohheitsdelikten. Bei Kindesmisshandlung und häuslicher Gewalt wird weniger “weggesehen”. Die “Jugendgruppengewalt” sank um 18 %. In manchen Bereichen ist die statistisch gemessene Entwicklung anders als die gefühlte Entwicklung.
Diese und viele andere Ergebnisse samt detaillierten Darstellungen für 446 Kieze findet man in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) Berlin 2007. Einen zusammenfassenden Bericht liest man im Tagesspiegel. Als PDF kann man die Polizeiliche Kriminalstatistik, die Lagedarstellung der politisch motivierten Kriminalität und die Studie Kriminalitätsbelastung in öffentlichen Räumen runterladen.
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Berichte, Gesellschaft, Statistik
Das Marburger Bibelseminar beginnt im kommenden Herbst mit einem Master-Studiengang in “Gesellschaftstransformation”. Einer der Mitverantwortlichen beschreibt dieses Projekt so:
Ich hatte das letzte Jahr die Freude und Ehre, an der Planung und Konzeption eines ganz besonderen Studienganges mitzuarbeiten: das Aufbauprogramm, das zum Master in Gesellschaftstransformation (Master in Transformation Studies (MTh)) führt. Dieser qualifiziert für Aufgaben in den Praxisfeldern zwischen Gemeinde, Mission und Gesellschaft und umfasst theologische, sozialwissenschaftliche und
missionarisch-diakonische Elemente. Er wird vom Marburger Bibelseminar in Kooperation mit der staatlichen Universität von Südafrika (UNISA) und der Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa (GBFE) angeboten. Der Studiengang ist international und in Deutschland anerkannt, umfasst
sechs Semester und wird berufsbegleitend absolviert.
Im Vorlauf dazu findet am 10. April 2008 in Marburg ein Studientag “Gesellschaftstransformation” statt. Nähere Informationen dazu gibt es hier.
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Gott in der Stadt - Perspektiven evanglischer Kirche in der Stadt
Herausgegeben vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD Texte 93): HTML-Version PDF-Version
Muslime in Deutschland
Herausgegeben vom Bundesministerium des Inneren: PDF-Version
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Forschung, Gesellschaft, Islam, Stadt
Gemeinsam für Berlin e.V. ist eine Initiative im Großraum Berlin mit dem Ziel, alle gesellschaftlichen Bereiche der Stadt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen.
Wie auf dem Transforum Berlin, unserer in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Konferenz für City-Reaching, geht es auf diesem Blog um das Thema "Das Reich Gottes und unsere Städte".