Autor: GfB, 29. April 2010, 16:52
In immer mehr Gegenden der Welt hat die Botschaft des Evangeliums einen starken Einfluss auf die Bevölkerung, manchmal werden dadurch ganze Städte und Dörfer tiefgreifend verändert – transformiert. Vor mehreren Jahren erforschte die Sentinel Group mehrere solcher Fälle, die Reportagen sind auf den weithin bekannten Transformations-Videos zu sehen.
Diese Dokumentarfilme wurden gelobt und kritisiert. Gelobt, weil die Berichte Hoffnung machten auf tatsächliche Veränderung und weil sie dem Gebet vieler Christen und Gemeinden neue Motivation gaben. Kritisiert, weil sie als einseitig wahrgenommen wurden (starke Betonung auf dem Gebet und der Einheit des Volkes Gottes als Schlüsselfaktoren für Veränderung und gleichzeitiges Ignorieren anderer gesellschaftlicher Faktoren) und auch, weil die Aussagen mitunter etwas zu enthusiastisch sind. Dennoch: Hier war der Geist Gottes am Werk, und einige der Veränderungen sind ziemlich bemerkenswert und ungewöhnlich. Die Sentinel Group hat jetzt eine Liste von zehn Städten und Dörfern zusammengestellt, die nach ihrer Definition eine geistliche Transformation erlebt haben:
1. Cali in Kolumbien
Jahrzehntelang galt Cali als „Kokain-Hauptstadt“ der Welt. Nichts konnte sich der grausamen und korrupten Herrschaft des Drogenkartells entziehen. Mitte der 1990er-Jahre jedoch begannen Zehntausende von Gläubigen aus vielen Gemeinden der ganzen Stadt im Fußballstadion Gebetsnächte durchzuführen – und der eiserne Griff der Drogenbarone wurde zerbrochen.
2. Karawa in Papua-Neuguinea
Mit seiner langen Tradition der Satansanbetung wurde Karawa „die ewig gestrige Schwester der Keapara-Dörfer“ genannt. Doch 2006 griffen einige Bewohner den „Heile unser Land“-Prozess der Fidschi-Inseln auf und in tiefer Buße verbrannten sie ihre Fetische. Die wirtschaftliche Situation verbesserte sich fast sofort – salziges Wasser wurde süß, die Gärten blühten wieder auf und auch das Meer wurde wieder voller Leben.
3. Fischer, ein Dorf in Brasilien
Fischer ist ein unscheinbares Dorf; man wundert sich, wie es auf diese Liste kommt. Doch noch vor wenigen Jahren lebten die meisten Menschen hier auf der Müllkippe. Mit den Geiern stritten sie sich um verfaulte Abfälle von ranzigem Fleisch, deshalb waren Krankheit und Tod ihre unentwegten Begleiter. In ihrer Not schrien sie zu Gott, und Er antwortete mit einem Rettungsplan. Das Dorf erlebte dramatische Heilungen, es wurden Häuser gebaut und nun hat Fischer neue Hoffnung.
4. Nateleira (Fidschi-Inseln)
Dieses Küstendorf war ein klassisches Beispiel des verlorenen Paradieses. Kein Süßwasser, ein totes Riff und ein dramatischer Anstieg der Selbstmordrate unter Jugendlichen. Aber das war, bevor die ungefähr 1˙200 Ortsansässigen ihre Sünde bereuten und ihr Land wieder Gott weihten. Zwei Tage später erschien über der Küste ein strahlendes Licht und die See schien hellauf zu lodern – über eine halbe Stunde lang. Anschließend war das Riff wieder intakt und in den seichten Küstengewässern schwammen Tausende von Fischen.
5. Clay County (USA)
Clay County in Kentucky hatte traurige Berühmtheit erlangt durch seine Familienfehden, die mehr als 160 Menschenleben forderten. Clay County gehörte auch zu den ärmsten Gebieten der Vereinigten Staaten und hatte eine hohe Rate von Drogenabhängigen. Doch das gehört nun der Geschichte an. 2004 kamen Gläubige aus den örtlichen Gemeinden zusammen und sagten: „Jetzt reicht’s aber!“ Daraufhin erlebte die Ortschaft ein geistliches Erwachen, das inzwischen jeden Lebensbereich dieser ehemaligen Saline erfasst und neu geordnet hat.
6. Almolonga in Guatemala
Diese Stadt wurde durch das Transformations-Video der Sentinel Group bekannt als „Stadt der Riesen-Karotten“. Ehemals eine Stadt von gottlosen und betrunkenen „Streithähnen“ ist Almolonga heute zum gottesfürchtigen, geschäftigen Landwirtschaftszentrum geworden. 85 Prozent der 19˙000 Einwohner sagen von sich, sie seien wiedergeborene Christen. Für die Zeitungen des Landes Grund genug, die Almolonga „Ciudad de Dios“ zu nennen – Gottesstadt.
7. Shillong in Indien
Shillong ist die Hauptstadt von Meghalaya, eines der nur drei überwiegend christlich bevölkerten Staaten in Indien (alle drei befinden sich im Nordosten des Landes). In den Jahren 1905–1906 hatte hier Erweckung stattgefunden, aber irgendwann war das Feuer erloschen. Ein Jahrhundert verging. Seit drei Jahren beten die örtlichen Gläubigen leidenschaftlich darum, dass Gott ihre Stadt wieder besuchen sollte – und Er tat es! Von 2006 bis 2007 erlebten sie eine Ausgießung des Heiligen Geistes. Tausende bekehrten sich zu Gott, wurden verändert und geheilt. Schnapsbrennereien wurden geschlossen, und Kinder verkündigten das Wort Gottes.
8. Rukua auf Beqa (Fidschi-Inseln)
Rukua ist ein Küstendorf auf der Insel Beqa (ausgesprochen: Benga), die berühmt ist für ihre Priesterkaste, die das Ritual des Durchs-Feuer-Laufens praktiziert. Nach Jahren mit vorzeitigen Todesfällen und sozialen Unruhen sagten die Dorfbewohner sich von den alten Wegen los und wandten sich Gott zu. Wie daraufhin ihre Gesundheit, das Gemeinwesen und ihr Land wiederhergestellt wurden, wird gezeigt in dem Dokumentarfilm der Sentinel Group „Let the Sea Resound“ (Deutsch etwa: „Es brause das Meer“)
9. Algodao de Jandaira in Brasilien
Diese Stadt in der Wüstenregion des nördlichen Brasiliens hatte seit 23 Jahren keinen Regen mehr gesehen. In dieser aussterbenden Stadt gab es nur eine Handvoll Gläubige – aber sie schrien zu Gott um Hilfe. Und Er antwortete, indem Er den Himmel öffnete. Während der Regen fiel, wurden Land und Leute verändert. Einst als „grau“ bezeichnet, werden um Algodao jetzt mehrere Getreidearten angebaut. In den früher ausgetrockneten Reservoirs werden jetzt wieder Fische und Garnelen gezüchtet.
10. Isle of Lewis (Äußere Hebriden, Schottland)
Die schottischen Äußeren Hebriden sind bekannt wegen ihrer Erweckungen, besonders die Isle of Lewis. Seit der letzten bemerkenswerten Gnadenheimsuchung Gottes ist nun ein halbes Jahrhundert vergangen, aber die Nachwirkungen dieser mächtigen Bewegung sind immer noch zu spüren. Im Laufe der Jahre wurden Tausende gerettet, sie wurden von Sünde überführt – unter ihnen viele Matrosen und Fischer auf der Durchreise.
Quelle: www.glowtorch.org via Joel News Ausgabe 13 | 09. APRIL 2010
Berichte, Transformation
Autor: Harald Sommerfeld, 22. April 2009, 17:41
Zu diesem Thema hat die Micha-Initiative einen Beitrag von Rolf Zwick veröffentlicht.
Gentechnik, Aids oder die Zunahme der Zahl alleinerziehender Mütter und Väter haben nach dem Verständnis vieler Christen nichts mit Evangelisation zu tun. Das sah man beim „Lausanne Forum 2004“ in Pattaya (Thailand) ganz anders.
Das Lausanne Forum hat, wie viele Veranstaltungen der weltweiten Lausanner Bewegung vorher, gezeigt, wie sehr politische und gesellschaftliche Themen mit dem Anliegen der Evangelisation verbunden sind, es sogar dringend notwendig ist, sich mit ihnen auseinander zu setzen, wenn Evangelisation gelingen soll. In insgesamt 31 unterschiedlichen „Issue Groups“, die allesamt kleine Konferenzen in sich waren, wurden zu den jeweiligen Themen auch gesellschaftliche und politische Fragen besprochen.
In vielen „Issue Groups“ wurde der Kontext diskutiert, in den hinein das Evangelium an den unterschiedlichen Orten der Welt gepredigt wird. Dabei wurde über postmoderne Phänomene, insbesondere in den westlichen Ländern genauso beraten wie in Bezug auf Lateinamerika, Afrika und Asien über die Auswirkungen der Globalisierung, der Aids-Epidemie, der Armut und des religiösen Nationalismus. Überall wurde deutlich, dass die Aufgabe der Evangelisation nur dann effektiv bewältigt werden kann, wenn die Christen die sozialen und politischen Fragen nicht verdrängen, sondern aktiv in die Verkündigung einbeziehen. Gleichzeitig gingen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen davon aus, dass Evangelisation nicht nur die angesprochene Person verändert, sondern auch die Umwelt transformiert …
Zwick führt viele Beispiele aus der Lausanner Bewegung an, in denen dieses Thema unter verschiedenen Aspekten behandelt wird. Dann geht er auf einen wichtigen Begriff ein.
Schlüsselbegriff Transformation
Der Begriff Transformation war einer der Schlüsselworte des gesamten Lausanne Forum 2004 in Pattaya. Während dieser Begriff im deutschen Sprachraum in Bezug auf Evangelisation kaum benutzt wird, wurde der Terminus im englischsprachigen Bereich spätestens 1983 auf einer Konferenz der Weltweiten Allianz in Wheaton (USA) zum Thema „The Church in Response to Human Need“ eingeführt.
Unter dem Titel „I will build my Church“ hieß es dort: „Gemäß der biblischen Sicht des menschlichen Lebens, ist Transformation der Wechsel von einer Existenz gegen Gottes Willen zu einem Leben, das die Fülle des Lebens in Einklang mit Gott selbst bedeutet (Johannes 10,10; Kolosser 3,8-15; Epheser 4,13).“ Seit dieser Zeit ist Transformation im Sinne einer ganzheitlichen Sendung als Begriff gebraucht worden, der die Integration von Evangelisation und Sozialem Engagement beschreibt. Dabei wird dieser Begriff sowohl für die Veränderung der Menschen als auch die Veränderung ganzer Gemeinschaften, Stadtteile, Dörfer oder sogar Städte gebraucht. Die Veränderungen erfolgen gemäß den Werten des Reiches Gottes, in dem wir Menschen handeln, reden und miteinander unser Leben gestalten. Es gibt keinen Lebensbereich, der für die Mission Priorität hat, weil die Herrschaft Jesu Christi für alle wirtschaftlichen, religiösen, persönlichen und politischen Aspekte des Lebens gleichermaßen gilt. Mission ist so Zeugnis in allen Bereichen des Lebens, mit einer kontextuell angemessenen Interpretation des Evangeliums …
Bei der Beschreibung von Mission als Transformation geht es nun im Einzelnen um die folgenden Punkte:
1. Weder Evangelisation noch soziale Aktion können für sich stehen. Nur wenn beides zusammen kommt, geschieht Mission im Sinne Jesu (Johannes 20,21).
2. Mission darf nicht als Urteil oder gar Verurteilung von Menschen praktiziert werden. Vielmehr besteht Mission darin, mit anderen Menschen einen gemeinsamen Weg zu gehen. Mission ist daher weniger eine Veranstaltung als eine Reise, auf die wir andere Menschen einladen.
3. Mission als Transformation heißt Mission im Kontext. Danach gibt es keine objektive biblische Wahrheit, die nur auf das persönliche Leben angewandt werden muss. Schon in den ersten Jahrhunderten der Kirche bestimmten auch sozio-ökonomische Gegebenheiten die theologischen Entscheidungen mit. Der Kontext bestimmt auch das Verständnis der Bibel.
4. Theologie muss mit der Praxis verbunden sein. Christen müssen an unterschiedlichen Stellen in ihrem sozialen Umfeld engagiert sein, um sich gerade in diesem Umfeld für eine Veränderung in Richtung eines erfüllten Lebens und nach den Grundsätzen der Liebe einsetzen zu können.
5. Transformation beginnt in der Gemeinde vor Ort. Dabei hilft es wenig, Dinge mit systematischer Theologie generell erklären und ausdrücken zu können. Vielmehr geht es um Gottes Geist, um Glauben, Hoffnung und Liebe wie sie im Umgang miteinander in der Gemeinde erfahrbar werden.
6. Mission ist Befreiung und das Erlebnis neuer Kraft. Die befreiende Kraft des Evangeliums gilt für alle, arm und reich, jedoch brauchen die Armen und die Benachteiligten sie mehr als andere.
7. Wenn immer das Evangelium in Bezug auf das gesellschaftliche Umfeld gepredigt wird, steht die Versöhnung im Mittelpunkt. Dabei geht es sowohl um Gottes Versöhnung mit uns als auch um die Versöhnung der Menschen untereinander. Praktische Versöhnung ist das mächtigste Zeugnis des Evangeliums.
8. Mission als Transformation bedeutet auch den Aufbau der Gemeinschaft der Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu als Gemeinschaft der Veränderung und der Hoffnung.
Entsprechend formuliert die Schlusserklärung des Lausanne Forum 2004 in Pattaya:
„Wir erkennen an, dass wir immer wieder neu Umkehr und Umwandlung (Transformation) brauchen. Wir müssen uns immer weiter öffnen für die Führung durch den Heiligen Geist und für die Herausforderungen durch Gottes Wort. Es ist nötig, dass wir zusammen mit anderen Christen in Christus wachsen. All dies soll in einer Weise geschehen, die zu sozialer und wirtschaftlicher (gesellschaftlicher) Veränderung führt. Wir erkennen an, dass die Breite des Evangeliums und der Bau des Reiches Gottes Leib und Seele sowie Verstand und Geist brauchen. Deshalb rufen wir zu einer zunehmenden Verbindung von Dienst an der Gesellschaft und Verkündigung des Evangeliums auf.“
Der vollständige Beitrag von Rolf Zwick ist hier zu finden.
Soziale Gerechtigkeit, Transformation
Autor: Rosemarie Stresemann, 5. März 2009, 19:10
Am Wochenende war ich in Halle und habe dort ein Seminar durchgeführt mit dem Ziel, Christen zu motivieren, für ihr Wohnviertel zu beten. Es gibt in Halle bereits zwei Gruppen, die für ihr Wohnviertel beten. Von einer Gruppe möchte ich hier berichten. Sie beten in dem Viertel Giebichenstein. Ein Ehepaar war vor 21 Jahren dorthin gezogen. Zu dieser Zeit galt das Viertel als „dem Tod geweiht”, denn die DDR Regierung hatte konkrete Pläne zum Abriss. Deswegen zogen die meisten Leute aus diesem Viertel aus. Es war grau und verschmutzt und viele Häuser standen leer. Mit der Wende 1989 wurden die Pläne zum Abriss auf Eis gelegt. In dieses Ruinenviertel zogen nun Künstler und Studenten ein. Vor fünf Jahren fing eine kleine Gruppe an, für dieses Viertel zu beten. Aber dabei blieb es nicht. Ein Bürgerstammtisch wurde gegründet. Einmal im Monat kommen dort Menschen zusammen und überlegen, wie sie ihr Viertel verbessern können. Eine Pflanzungsaktion wurde gestartet, bei der Säuberung des Viertels wurde mitgeholfen und die Leute lernten sich so kennen. Auf einer Bürgerversammlung konnten gute Kontakte mit dem politisch Verantwortlichen geknüpft werden. Die Christen konnten von ihren Wünschen, Vorstellungen und Träumen für das Stadtviertel berichten. Inzwischen ist in diesem Viertel viel geschehen. Jetzt ist Leben eingezogen! Viele Häuser wurden saniert. Es gibt eine erweckte evangelische Gemeinde vor Ort. Durch das Gebet wurden auch verborgene Missstände aufgedeckt. Eine Drogerazzia wurde sehr erfolgreich durchgeführt.
Das Gebet im eigenen Wohnviertel wurde hier zur Plattform für konkrete Transformation - ein nachahmenswertes Beispiel!
Gebet, Modelle der Hoffnung, Transformation
Autor: Harald Sommerfeld, 15. Januar 2009, 12:09

Am 3. März findet unter unter dem Thema
Die Welt umarmen - die heilende Kraft des Evangeliums für Gemeinde und Gesellschaft
der zweite Marburger Studientag Gesellschaftstransformation statt.
Neben den beiden Hauptvorträgen
„Die Gemeinde als Ort heilsamer Erfahrungen – Die heilende Dimension des Glaubens in der Gemeinde entdecken und leben“ (Dr. Beate Jakob)
und „Das Land heilen. Ganzheitlich als Gemeinde leben. Theologische und praktische Perspektiven aus missionswissenschaftlicher Sicht.“ (Prof. Johannes Reimer)
gibt es eine Reihe von interessanten Seminaren. Weitere Infos auf Tobys Blog oder direkt vom Flyer.
Transformation, Veranstaltungen
Autor: GfB, 14. September 2008, 21:03
Im April fand der 1. Marburger Studientag Gesellschaftstransformation statt. Neben einer Reihe von Seminaren gab es zwei Hauptvorträge von Prof. Johannes Reimer, die auf Emergent Deutschland als Podcast veröffentlicht wurden.
Teil 1: Die Wiederentdeckung des gesellschaftlichen Auftrags für die Gemeinde (biblische Grundlagen)
Teil 2: Wie kann die Gemeinde Salz und Licht sein? (Praxisanwendungen)
Audio, Transformation
Autor: GfB, 6. Januar 2008, 6:04
Die Regierung von Uganda und christliche Leiter schlossen sich zusammen und erstellten ein ABC-Programm, um die sprunghaft ansteigende Zahl von AIDS-Erkrankungen zu stoppen. A steht für Abstinenz von Sex vor der Ehe, B steht für Treue zur Ehefrau nach der Heirat, C steht für Verhütung und Hygiene - speziell für HIV-infizierte Mütter.
Durch das Programm reduzierte sich die Prozentzahl von Neuinfizierten von 35% auf 5%. Beeindruckt durch diesen Erfolg bat der Präsident die christlichen Leiter, auch im Kampf gegen die Korruption zu helfen, um so eine Wende in der Konjunktur herbeizuführen. Wirtschaftliche Schlüsselgebiete Ugandas wurden von rund 200 Regierungsangestellten kontrolliert, denen man nicht wirklich vertrauen konnte. Die christlichen Leiter schlugen dem Präsidenten deshalb vor, Männer mit gutem Charakter einzustellen; Männer, die in ihren Gemeinden dafür bekannt sind, dass sie intakte Familien, gute Werte und Weisheit haben. Darauf entließ der Präsident viele Regierungsangestellte. Er ersetzte sie durch jene, welche die benötigten Fähigkeiten aufwiesen und von den christlichen Leitern vorgeschlagen wurden. Dies war ein erster Schritt für eine Stimulation der Konjunktur.
Natürlich bedeutet das nicht, dass Christen gegen Korruption gefeit sind oder dass alle Christen wissen, was das Beste für die Gesellschaft ist. Aber es ist sicher, dass gute Werte sehr wichtig sind und wir viele elementare Prinzipien für ein fruchtbares Leben in der Bibel finden. Dies sind Werte, die eine ganze Nation verändern können. Dieses Vorgehen für die Transformation einer Gesellschaft ist auf der sogenannten “Sieben-Berge-Strategie” gegründet, ein Begriff, der von Bill Bright und Loren Cunningham geprägt wurde. Gott zeigte ihnen sieben Bereiche auf, die von Christen durchdrungen werden müssen, um unsere Kultur mit dem Königreich Gottes beeinflussen zu können. Diese Berge sind die Kirche, die Bildung, die Kunst, die Medien, die Regierung, das Geschäftsleben und die Familie. Gott gibt uns nicht nur die Leidenschaft, um sein Königreich in die Gemeinde zu bringen, sondern in alle sieben Schlüsselbereiche unserer Kultur. So sagten die Christen Ugandas ihrem Präsidenten, um der Öffentlichkeit das ABC-Programm zu lehren, bräuchten sie Zugang zu den Schulen und zu den Medien. Und sie benötigten seine Autorisierung, um das Programm durchführen zu können. Sie versuchten nicht einfach, die Gesellschaft durch Gottesdienste in ihren Kirchen zu verändern. Nur so waren diese weitreichenden und markanten Veränderungen möglich.
Je mehr Christen Einfluss in den sieben aufgeführten Bereichen ausüben, desto mehr können sie den Kurs der Nation steuern wie Josef, der Ägypten von einer Hungersnot bewahren konnte. Je mehr Christen von Gott gegebene Strategien anwenden, desto grösser wird die Wirkung.
Quelle: Dean Cooper und La Red
[via Joel News]
Berichte, Gesellschaft, Transformation
Autor: Kerstin Hack, 4. Januar 2008, 9:29
Ich frage mich, was in unseren Gemeinden und Städten an Transformation geschehen würde und könnte, wenn wir aufhören würden in Gemeinden immer “ihr solltet” und “ihr müsstet” zu sagen, und statt dessen wagen abzuwarten, was geschieht. Ein Freund, der eine englischsprachige Gemeinde in Berlin besucht, erzählte mir kürzlich, dass er es zu Beginn seiner Zeit dort, irritiert davon war, dass der Pastor genau diese glaubensvolle Haltung hat: “Ich muss nichts machen, anschieben, pushen, sondern kann abwarten, was Gott selbst den Leuten aufs Herz legt, das unterstütze ich dann.” Er hat nicht einmal Gebetstreffen oder Ähnliches initiiert. Das erste ist jetzt entstanden. Frauen, die mit dem Status Quo ihres Glaubens und Lebens unzufrieden sind und Gott um sein Handeln bitten wollen. Und sie haben es - passend zu ihrer Lebenssitutation “Desperate Housewives prayer group” genannt.
Berlin, Gebet, Gemeinde, Transformation
Autor: Harald Sommerfeld, 20. November 2007, 13:02
Heute Vormittag fand das jährliche “Gebetsfrühstück für christliche Verantwortungsträger” im Roten Rathaus von Berlin - dem Sitz der Stadtregierung - statt. Das Hauptthema wurde von Harald Sommerfeld durch einen Kurzvortrag “Gemeinden in der Stadt und für die Stadt - auf dem Weg zur missionalen urbanen Kirche” eingeführt. Er hat seine Gedanken in einem Skript zusammengefasst, das hier als PDF zu finden ist und das Links zur Weiterbeschäftigung mit dem Thema enthält.
Berlin, City-Reaching, Stadt, Transformation
Autor: GfB, 13. Oktober 2007, 16:21
Unter dem Thema “Gottes Herz für unsere Städte - wie Gemeinden ihr Umfeld verändern” findet vom 21. bis 23. Februar 2008 das nächste Transforum in Berlin statt. Wir haben interessante Gäste aus Boston und Manchester eingeladen. Es wird eine gute Mischung von Seminaren und Workshops geben. Außerdem trifft man Leute, die zu treffen sich lohnt.
Die Flyer sind gerade fertig. Die Webseite wird erst demnächst aktualisiert. Doch als Download gibt es Flyer und Anmeldung schon jetzt. Einen Überblick über das Programm geben dieses Ausschnitte aus dem Flyer:







Wir freuen uns auf euch.
City-Reaching, Gemeinde, Transformation, Veranstaltungen
Autor: Axel Nehlsen, 10. Oktober 2007, 19:25
[Teil 1 2 3 4]
Erfahrungen in Boston
Beim fünften und letzten Treffen der Global Learning Community im Januar 2007 war das Hauptthema der Dienst Jesu für die Armen. Der katholische Sozialarbeiter Jack Jezreel forderte uns heraus: Gerechtigkeit gilt im AT besonders den Armen; Reich Gottes bei Jesus ist ein Gegenentwurf gegen das römische Imperium. Nur die Liebe Gottes in uns bringt Veränderung. Gerechtigkeit ist etwas anderes als (nur) Barmherzigkeit und Fürsorge. Nötig ist Transformation statt Symptomlinderung!
Am Ende wurde ausgewertet und dankbar zurück geblickt auf die Fülle von Impulsen und Beziehungen, die entstanden. Unser gemeinsames Fazit: Gott ist weltweit aktiv in der Transformation von Städten – wir brauchen einander!
Auf dem Rückweg besuchten Renate und Axel Nehlsen das Emmanuel Gospel Center (EGC) in Boston - ein gewachsenes Netzwerk, das kaum organisiert, aber sehr organisch (organic, not organisational) als Katalysator in der Stadt und weit darüber hinaus wirkt. Doug und Judy Hall begannen vor mehr als 30 Jahren, über Beziehungen und Förderung von Initiativen, zu wirken. Sie haben einen hohen wissenschaftlichen Reflexionsgrad, indem sie Einsichten aus Soziologie und Systemforschung für City Reaching und Church Planting fruchtbar machen (z. B. Peter M. Senge: The Fifth Discipline; deutsch: Die fünfte Disziplin).
Heute bestehen Verbindungen unterschiedlichster Art zu Kirchen, Werken, Gruppen in der Stadt und weltweit durch von hier ausgegangene Gemeindegründungen. Viel Forschung über Kirchen, Gründe für Wachstum und Abnahme, Migrantenkirchen und weiße Kirchen geschah seitdem, oft als Voraussetzung für die Arbeit. Es bestehen aktive Verbindungen zu theologischen Ausbildungsstätten. Ein Schulungsprogramm für Urban Ministry (CUME) wird in Boston und Umgebung regelmäßig durchgeführt. Ein Buch ist fertig und in Vorbereitung zum Verlegen, das statistisch alle Kirchen der Stadt aufführt. Viele Forschungsergebnisse, Statistik, Daten und Fakten über das Quiet Revival sind im Internet in den fortlaufenden Ausgaben von Emmanuel Research Review zu finden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Förderung von Church Planting und der Ermöglichung von neuen Projekten (mit konkreter Anschubfinanzierung oder Darlehen für neue Initiativen!). Zusammenarbeit geschieht teils durch Angestellte von EGC (derzeit 40), teils durch Kooperationen mit Kirchen und Werken. Die Struktur und Arbeitsweise ist stark beziehungsorientiert und nicht hierarchisch und organisiert.
Elijah Kim, über den in Colorado der Kontakt entstand, plant mit EGC und einigen Freunden aus anderen Städten weltweit ein internationales Netzwerk von Städtebewegungen. Kontakte bestehen nach England, zu Robert Calvert in Rotterdam, nach Indien zu Viju Abraham, in Länder, wo Church Plants von Gemeinden aus Boston gestartet wurden, wie z. B. in Afrika. Elijah möchte mich/uns Berliner gerne in das Leadership Team des geplanten Global Urban Ministries Net (vorläufiger Name) einbeziehen. Wir haben zugesagt, das zu prüfen. Er und Bobbie Bose (Inder, Dozent) sollen und wollen dieses Netzwerk aufbauen. Eine Tagung mit bis zu 500 Teilnehmern aus allen Kontinenten ist für Herbst 2008 in Bangkok in den Blick genommen. Dr. Douglas Hall und seine Frau Judy, Präsident und „Eltern“ des Projektes, haben zugesagt, zum Transforum 2008 als Referenten zu kommen.
Berichte, City-Reaching, Transformation