Autor: Harald Sommerfeld, 25. Oktober 2008, 9:42
Die Churches Commission for Migrants in Europe hat eine Publikation zum Thema Migranten und Migrationskirchen in Europa herausgegeben. In den einleitenden Kapiteln wird heutige Migration und die Reaktion der Kirchen beschrieben und theologisch reflektiert. Danach folgen Fakten und Statistiken über Migranten und Migrationskirchen in 47 europäischen Ländern.
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Migranten
Autor: Axel Nehlsen, 4. Oktober 2008, 13:36
Interkultureller “Gebetstag für unser Land” am 3. Oktober in Berlin

Das gab es in Berlin wohl so noch nicht: Christen verschiedener Konfessionen aus Ägypten, Sri Lanka, Kamerun, den Niederlanden, Neuseeland und Deutschland in einer gemeinsamen Musikformation; sie loben Gott mit traditionellen orientalischen Instrumenten, mit Klavier, Gitarre und Cello, mit arabischen, deutschen und tamilischen Liedern - und das alles zur Ehre Gottes am Tag der deutschen Einheit! In ungewohnter, aber sehr anrührender Harmonie klangen Stimmen und Instrumente der verschiedenen Kulturen zum Lob des Herrn der Geschichte zusammen, teils mit Bekanntes zum Mitsingen, teils Improvisation. Dazwischen nach einigen Infos wurde für die Vollendung der Einheit Deutschlands gebetet, aber auch für die Flüchtlingsproblematik in Europa.



Das war nur der eine Teil des interkulturellen Gebetstages, zu dem Gemeinsam für Berlin (GfB) eingeladen hatte. Unter dem Motto „People praise and pray - Interkulturell Gott loben und beten - gemeinsam für unsere Nation“ beteiligten sich im Laufe der über fünfstündigen Veranstaltung etwa 400 Christen aus verschiedenen Nationen und Kulturen, Generationen und Konfessionen. Ein Gospel-Chor afrikanischer Gemeinden …

… eine mitreißende russlanddeutsche Lobpreisgruppe …

… und die multinationale Formation „Go worship“ gestalteten musikalisch mit.

Afrikanische Pastoren und Mitglieder der Foren Gebet und Interkulturelle Beziehungen von GfB waren für die Gebetsteile verantwortlich.
Die klingende Vielfalt und das gemeinsame Beten für ein versöhntes Miteinander in unserem Land 18 Jahre nach der Einheit ließen den Reichtum der Christenheit aus den verschiedenen Erdteilen erleben, der auch in der Hauptstadt präsent ist. Viele Teilnehmer nehmen die bewegende Erfahrung mit, dass wir nur in gegenseitiger Achtung und Ergänzung das ganze Volk Gottes glaubwürdig darstellen.

An immer mehr Orten rufen Christen und geistliche Bewegungen zum Gebet für das Land am Tag der Einheit auf. Am 18. „Geburtstag“ des vereinten Deutschland gab es organisierte Gebetstreffen unter anderem in Hamburg, Frankfurt/Main, Neufrankenroda/Thüringen und Dortmund. In unterschiedlicher Art und Weise steht das Gebet für die politisch-gesellschaftlichen Herausforderungen und die Vollendung der Einheit im Mittelpunkt.
Berichte, Berlin, Einheit, Gebet, Migranten, Veranstaltungen
Autor: Harald Sommerfeld, 1. September 2008, 19:36

„Wir wollen gemeinsam feiern und uns unsere Geschichten erzählen!“ Unter diesem Motto stand ein interkulturelles Familienfest im wunderschönen Garten des Christus-Treffs in Berlin-Treptow. Etwa 60 Erwachsene und eine Schar Kinder trafen sich am vergangenen Samstag zu einem fröhlichen Familienfest.

Kurdische Christen, Messianische Juden, Geschwister aus verschiedenen Ländern Afrikas, Indien und Europas feierten zusammen mit deutschen Christen ein fröhliches Fest. Bei Gegrilltem und Spezialitäten aus verschiedenen Ländern wurden alte Bekanntschaften erneuert und neue geschlossen. Ein Riesentrampolin fand guten Anklang – nicht nur bei den Kindern …!

Zum Abschluss des Tages trafen sich alle in der Kapelle, um gemeinsam Gott zu loben und miteinander zu beten. Ein Höhepunkt war ein Anbetungslied von einer madegassischen Gruppe, die auch sonst die Anbetung leiteten, in ihrer Muttersprache.

Die Teilnehmer waren sich einige, dass es ein gelungenes Fest war, das unbedingt auch im nächsten Jahr wiederholt werden soll. Veranstalter war das Forum Interkulturelle Beziehungen von Gemeinsam für Berlin.

Berichte, Berlin, Migranten, Veranstaltungen
Autor: GfB, 21. August 2008, 20:08

Berlin, Migranten, Veranstaltungen
Autor: Axel Nehlsen, 16. Mai 2008, 10:20
Können ein pfingstkirchlich geprägter Afrikaner und ein theologisch eher liberaler Landeskirchler zueinander passende Predigten halten? Pfingsten und Berlin machen es möglich. Peter Arthur, aus Ghana stammender Pastor einer internationalen Gemeinde, und Jürgen Quandt, in Asylfragen sehr engagierter evangelischer Pfarrer, hielten jeweils eine Kurzpredigt im interkulturellen Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche, inmitten des Karnevals der Kulturen in Kreuzberg, die sich gut ergänzten. Thema des Gottesdienstes in Kooperation mit dem Netzwerk Gemeinsam für Berlin: „Viele Kulturen - ein Glaube“.

Auch andere scheinbare Gegensätze prägten den Gottesdienst: Der panafrikanische Chor Bonisanani Spirituals und Orgelmusik, Talar und afrikanische Tracht, Mitwirkende aus Indien, Spanien, Sierra Leone und Deutschland - der vielfältige und bunte Leib des Christus live und sichtbar!



Im Anschluss an den Gottesdienst waren faszinierende Pfingstklänge zu hören, eine Mischung aus traditionell orientalischer Musik und Free Jazz: die Gruppe Ranin unter Leitung des ägyptischen Christen Nasser Kilada. Sind Christen nicht sowieso die älteste Globalisierungs-Bewegung?

Die schriftliche Fassung der Kurzpredigt von Peter Arthur gibt es in Deutsch und Englisch als Download.
Fotos: Heilig-Kreuzkirche Kreuzberg, Pastor Peter Arthur bei der Predigt, Pastor Peter Mansaray beim Gebet, Bianca Dümling beim Gebet (im Hintergrund Bonisanani Spirituals), Nasser Kilada mit Ranin
Berichte, Einheit, Migranten
Autor: GfB, 13. Mai 2008, 19:23
„Bist zu zuerst Deutscher oder Christ?“, fragte der Afrikanische Pastor Peter Arthur, Leiter der Akebulan Global Mission e.V in Berlin die Teilnehmer der Interkonnektabende in der Joshua Gemeinde in Spandau bei seinem Vortrag zum Thema „Wie leben andere Kultur ihren Glauben?“.

Die Interkonnektabende sind ein Angebot, die das Forum Interkulturelle Beziehungen (FIKB) von Gemeinsam für Berlin für Gemeinden anbietet. Zu unterschiedlichen Themen wie „Leben als Migranten in Deutschland“, „Andere Kulturen besser verstehen“ oder „Wie leben andere Kulturen ihren Glauben?“ wurde diese Reihe an drei Abenden jetzt zum ersten Mal in der Josua-Gemeinde in Berlin-Spandau durchgeführt.
In dem mit Fahnen und bunten Tüchern geschmückten Saal kamen an den Abenden jeweils ca. 25 Teilnehmer aus unterschiedlichen Kulturen , gemeinsam zu singen, von einander zu lernen und sich besser kennenzulernen.


Die Abende waren abwechslungsreich und gut organisiert, wobei das Essen ein Höhepunkten war. Neben einem Europäischen Büffet gab es auch einen Afrikanischen sowie einen Indonesischen Abend mit allerlei Köstlichkeiten. Jeder der Abende hatte ein Schwerpunktthema, in das zwei Kurzreferate einführten und das mit anschließenden Diskussionen an den Tischen vertieft wurde. Diese Referate wurden von Teilnehmern des Forums gemeinsam gestaltet.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass solche Begegnungsabend wichtig sind, um über die kulturellen Unterschiede der Migrantengruppen informiert zu werden. Das Ziel dieser Abende war jedoch nicht nur Begegnungen und Informationen, sondern sollte auch ein Startschuss für mehr Freundschaften zwischen Christen mit Migrationshintergrund und einheimischen Christen sein, aus der Partnerschaften zwischen Migrations-Gemeinden und deutschen Gemeinden anfangen und wachsen können.
Gerne dürfen Sie das Forum Interkulturelle Beziehungen (Kontaktdaten auf www.fikb.de) kontaktieren, wenn Sie solche oder ähnliche Abende in Ihrer Gemeinde durchführen wollen.
Thomas Hieber, Leiter des Forum Interkulturelle Beziehungen
Berichte, Migranten
Autor: GfB, 8. April 2008, 21:39
Seit vergangenem Sommer ist Thomas Hieber Leiter unseres Forum für Interkulturelle Beziehungen (FIKB). Thomas wurde von dem Missionswerk Interserve nach Berlin ausgesendet. Schwerpunkt seiner Berufung ist die Arbeit mit Menschen aus Südasien. Um der guten und fruchtbaren Zusammenarbeit auch eine formale Grundlage zu geben, wurde jetzt ein Partnervertrag zwischen Gemeinsam für Berlin und Interserve unterzeichnet.

Das Foto zeigt Thomas Hieber (untere Reihe, Mitte) mit den bei der Unterzeichnung anwesenden Vortandsmitgliedern.
Berichte, Berlin, Migranten
Autor: GfB, 3. April 2008, 6:54


Berlin, Migranten, Veranstaltungen
Autor: GfB, 11. März 2008, 8:38
Mit diesem Vortrag von Pastor Peter Arthur (Akebulan - Global Mission), den er auf dem Transforum 2008 hielt, setzen wir unsere Reihe von Materialveröffentlichungen fort.
Interkulturelle Kommunikation ist eine Herausforderung. Viele Diplomaten und Politiker verschiedener Regierungen der Welt glauben, dass die Menschheit nur durch erfolgreiche interkulturelle Kommunikation überleben kann. Während der vergangenen Jahrhunderte hat sich die Technik stark entwickelt, und besonders das Transportwesen konnte sehr gut ausgebaut und verbessert werden. Die dadurch entstandene neue Beweglichkeit machte die Welt zu einem „globalen Dorf“. Leider haben wir Menschen aber noch nicht gelernt, uns mit unseren neuen Nachbarn, die von weit her kommen, richtig zu verständigen. Vielmehr ist sogar der Kontakt zwischen Menschen verschiedener Kulturen zu einem zentralen Problem geworden.
Der vollständige Text steht in Englisch oder in Deutsch zur Verfügung.
Migranten
Autor: Harald Sommerfeld, 11. Januar 2008, 6:03
Flüchtlinge werden heute allgemein unter dem Stichwort „Migranten“ eingeordnet.Viele Migranten sind ehemalige Flüchtlinge. In drei Kriterien heben sich Flüchtlinge ohne Bleiberecht, d.h. dauerhaft von Abschiebung bedrohte Flüchtlinge in Deutschland aber von allen anderen Bürgern ab:a) Die Menschen ohne Bleiberecht in Deutschland leben ohne Perspektive in einem fremden Land, von Ausweisung bedroht, meist hilflos, der Zukunft gegenüber ratlos. Sie werden nur für jeweils kurze Zeit wiederholt geduldet und das dann oft jahrelang.
b) Als Menschen, die nicht rechtmäßig in Deutschland leben, haben sie keinen uneingeschränkten Anspruch auf Rechtsleistungen, die allen anderen Bürgern zustehen.
c) Verschiedene rechtliche Anordnungen, die Flüchtlinge betreffen, sind so gehalten, dass sie den vollstreckenden Organen Ermessensspielräumen überlassen. Damit werden die Flüchtlinge Abhängige von Ermessensspielräumen.
So beginnt ein Vortrag von Pastor Peter Arthur (Akebulan Global Mission) “Über die Situation von afrikanischen Familien”, den er kürzlich anlässlich der Gründung einer “Arbeitsgruppe Afrikanische Kinder / Jugendliche / Familien” hielt. Er berichtete, welche traumatischen und tragischen Konsequenzen die Betroffenen erleiden. Der Vortrag kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Migranten