Transforum - der Blog

Weltbevölkerungsbericht 2007

Autor: Harald Sommerfeld, 28. Juni 2007, 8:43

Im nächsten Jahr wird zum ersten Mal die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten leben. Das ist das markanteste Ergebnis des Weltbevölkerungsberichtes 2007 der UNFPA (Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen), der gestern von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) veröffentlicht wurde. In diesem Bericht werden die weltweit wichtigsten Trends und Prognosen der Stadtentwicklung vorgestellt.

Bis zum Jahr 2030 wird nach diesem Bericht die Stadtbevölkerung auf 5 Milliarden ansteigen. Am stärksten werden die Städte in der Dritten Welt wachsen. In dieser zunehmenden Verstädterung liegen Gefahren (zum Beispiel Verarmung, Verwahrlosung der Jugend, religiöser Extremismus), aber auch Chancen. Die Frankfurter Rundschau zitiert aus dem Bericht:

“Seit Anbruch der Industrialisierung hat noch kein Land echtes Wirtschaftswachstum ohne den Ausbau seiner Städte erzielt”, schreiben sie in dem Bericht. Die Chancen, in einer Stadt weiter zu kommen, seien größer als die auf dem Land. Allerdings müsse die Welt lernen, “die Vorteile der Urbanisierung voll auszuschöpfen”.

Angesichts solcher Zahlen und Entwicklungen bekommt die Tatsache zusätzliche Bedeutung, dass seit einiger Zeit weltweit Christen “die Stadt” neu entdecken und Glauben und Vision für sie entwickeln. Die Perspektive vieler Christen verändert sich von “Ich und meine Gemeinde” zu “Das Reich Gottes und meine Stadt”. Wir halten dies für ein Werk des Heiligen Geistes.

Als Christen, die ihre Städte positiv beeinflussen wollen, sollten wir informiert sein. Vielleicht werden wir in Zukunft den Weltbevölkerungsbericht auf diesem Blog weiter auswerten und kommentieren. Für diejenigen, die gründlicher lesen wollen, folgen einige Links.

Die DSW bieten weitere PDF-Datein zur Hintergrundinformation an:

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Gesellschaft, Stadt, Trends

Manchester 3

Autor: Harald Sommerfeld, 27. Juni 2007, 21:53

Elmwood ChurchJeff 1Unser erstes Ziel nach der Ankunft auf dem Flughafen war die Elmwood Church, in der das North West Leaders’ Forum stattfand. Zu diesem vierteljährlichen Treffen laden die Leute von City Links (unsere Gastgeber, von denen ich bereits berichtet habe) geistliche und säkulare Leiter aus dem Nordwesten Englands ein. Diesmal war Jeff Lucas, einer der lustigsten Prediger, die ich je gehört habe, als Gastredner eingeladen. Kerstin beschrieb die Veranstaltung so: “Gestern waren wir bei einem Leitertreffen fuer die ganze Region, das vom Format her recht klassisch (Anbetung, Predigt) war, wenig Interaktion, aber von der Predigt (Jeff Lucas) sehr humorvoll, gut und tief war.”

(Ihren Bericht findet man hier; weitere Reiseberichte von Kerstin stehen hier und hier.)

Auch bei diesem Treffen fiel mir auf, wie ganzheitlich unsere englischen Geschwister geprägt sind.

  1. Eine “gesunde Lehre”, die in den Predigten von Jeff Lucas zum Ausdruck kam. (Sehr eindrücklich seine Auslegung über den älteren Bruder aus dem Gleichnis vom Verlorenen Sohn.)
  2. Ein Rechnen mit dem Übernatürlichen, das von Gott erbeten wird und sich im Wirken des Heiligen Geistes zeigt. Ein schönes Beispiel erzählte die Leiterin Debra Green von einem Frauentreffen, das kurz zuvor stattgefunden hatte. An diesem Treffen hatte eine Frau aus Eritrea teilgenommen, die sich als Asylsuchende in England aufhält. Begeistert erzählte sie Debra, dass eine andere Afrikanerin in ihrer Muttersprache für sie gebetet hatte. Debra kannte diese andere Frau und stellte fest, dass sie die Sprache von Eritrea überhaupt nicht versteht oder spricht. Der Heilige Geist hatte ihr die Worte gegeben. Später hatte jemand, der die Frau aus Eritrea nicht kannte, genau für sie ein prophetisches Wort, in dem Gott ihr zusprach, dass sie kein Flüchtling mehr sein werde. Schließlich kam sie als Höhepunkt an diesem Tag zum Glauben, weil jemand sie darauf ansprach, obwohl bei diesem Treffen normalerweise gar keine Nichtchristen anwesend sind.
  3. AlanSoziale Hilfe, die sich sowohl im Einsatz für den einzelnen als auch für gerechte Strukturen zeigt. Wir sprachen nach dem Programm mit Alan, dem Koordinator für Hope 2008, einem christlichen Großevent, das für das kommende Jahr geplant ist. Er sprach mit uns über die drei Grundelemente ihres Einsatzes: Christen beten (prayer), Christen handeln (presence), Christen verkündigen (proclamation). Zum Handeln gehören die unterschiedlichsten Aktionen von Big Gift, bei dem Christen andere Menschen beschenken, bis hin zur Unterstützung von Fair Trade.

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Gebet, Soziale Gerechtigkeit

Toby Faix über Gesellschaftstransformation

Autor: Harald Sommerfeld, 23. Juni 2007, 18:47

Toby Faix ist Dozent am Marburger Bibelkolleg und schreibt gerade eine Reihe über “Gesellschaftstransformation”. (Hier geht es zu Teil 1, 2 und 3.)

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Transformation

Manchester 2

Autor: Harald Sommerfeld, 22. Juni 2007, 9:38

ClarksonIm Mai 1787 wurde in England The Committee for the Abolition of the Slave Trade gegründet. Ein 27jähriger junger Mann - Thomas Clarkson - wurde einer der Aktivisten und Sprecher. Zwei Jahre zuvor hatte er sich für einen literarischen Wettbewerb mit der Sklaverei befasst. Diese Beschäftigung änderte die Richtung seines Lebens.

After winning the prize, Clarkson experienced what he called a spiritual revelation from God as he travelled on horseback between Cambridge and London, having broken his journey at Wadesmill, near Ware, Hertfordshire: ‘A thought came into my mind’, he wrote, ‘that if the contents of the Essay were true, it was time some person should see these calamities to their end’ (Clarkson, History, vol. 1). It was this experience that ‘ordered’ him to devote his life to abolishing the trade.

Alle Mitglieder des neugegründeten Komittees waren Christen.

The twelve founding memebers included nine Quakers, and three pioneering Anglicans - Granville Sharp, Thomas Clarkson, and William Wilberforce - all evangelical Christians sympathetic to the religious revival that had predominantly nonconformist origins, but which sought wider non-denominational support for a ‘Great Awakening’ amongst believers.

Am bekanntesten wurde William Wilberforce, der die parlamentarischen Initiativen zur Abschaffung des Sklavenhandels einbrachte. Doch Thomas Clarkson stand ihm an Bedeutung nicht nach. Er war der führende Sprecher der “Außerparlamentarischen Opposition” gegen die Sklaverei.

Ende 1787 unternahm Clarkson eine Reise durch englische Hafenstädte.

Shortly after the establishment of the Committee, Clarkson mounted his horse and began a fact-finding tour around the chief British slave-trade ports. First he rode to Bristol. There was no welcome for him there. Then, from Bristol he made his way to Liverpool. In Liverpool he received anonymous written death threats, and at one point had to run for his life, when he was nearly cornered by thugs who wanted to through him into the Mersey. At length he set off back towards London, and so found himself passing through Manchester.

In Manchester luden prominente Bürger der Stadt ihn ein, am folgenden Sonntag (dem 28. Oktober 1787) in der Manchester Cathedral eine Rede über sein Anliegen zu halten. Der Eindruck, den Clarkson hinterließ, war so stark, dass 11.000 Einwohner (mehr als ein Fünftel der Einwohner) eine Petition gegen die Sklaverei unterschrieb. Eine Bewegung war geboren.

Manchester war eine Stadt, die durch Ausbeutung und Unrecht “aufzublühen” begonnen hatte.

At that Time Manchester was … just beginning its evolution into an industrial monster.

Einer der entscheidenden Faktoren für diesen industriellen “Aufschwung” war der Sklavenhandel. Händler aus Liverpool und Manchester schickten ihre Schiffe nach Afrika, wo sie Sklaven einkauften und nach Nordamerika (und die Karibik) transportierten. Dort verkauften sie die Afrikaner, von denen viele auf Baumwollplantagen arbeiten mussten. Dieselben Schiffe brachten Baumwolle nach England, wo sie industriell weiterverarbeitet wurde.

Manchester, as a great pioneer industrial city, would never have come into being without slavery.

Gleichzeitig wurde Manchester zu einer Stadt, in der Menschen ihre Stimme für soziale Gerechtigkeit erhoben. Wie geschildert, gab es hier die erste Massenversammlung gegen die Sklaverei. In Manchester tagte der erste britische Gewerkschaftskongress. Marx und Engels schrieben hier.

Von den letzten beiden abgesehen, waren es häufig Christen, die ihre Stimme für die Armen und Unterdrückten erhoben. Auf unserer Reise nach Manchester fiel uns auf, wie selbstverständlich für Christen im Nordwesten Englands “geistliches” Leben und soziales Engagement zusammengehören.

In einem Flyer von City Links (unseren Gastgebern) lasen wir, dass sie ihre Gegend mit “word, works and wonders” verändern wollen. Diese Zusammengehörigkeit von “Wort” (evangelistisches Zeugnis), “Wundern” (es begann mit einer starken charismatischen Gebetsinitiative) und “Werken” (Einsatz für soziale Gerechtigkeit) habe ich so ausgeprägt in Deutschland erst wenig gefunden.

Bemerkenswert fand ich die Aussage eines Mitglieds von City Links, der uns aufsuchte, um uns ein “prophetisches Wort” mitzuteilen. Seine Beobachtung war, dass nach sieben Jahren, in denen die Christen der Region oft mühsam für soziale Gerechtigkeit “gearbeitet” haben, nun ein “geistliches Erwachen” (spiritual awakening) beginnt.

In der Ausstellung in der Manchester Cathedral zu Thomas Clarkson und der Anti-Sklaverei-Bewegung ist auf einer Tafel zu lesen:

A New Sort of Organization

Although the leaders of the Abolitionist movement were devout Christians, the movement did not represent any particular church institution. Nor did it represent its members’ own political or economic self-interest. Its sole aim was to appeal to the public conscience; it was quite unhampered by any other concern. In this respect it was a completely new sort of organization. There had never been anything like it before.

Nowadays the world is full of such ‘public conscience movements’, campaigning for an honest openness towards voices that might otherwise remain unheard:

the voices of prisoners of conscience and other victims of tyranny;

the voices of those officially designated ‘the enemy’;

the voices of the poor and the less well educated;

the voices of minorities traditionally discriminated against;

the voices of ‘foreigners’;

the voices of the not yet born, endangered by our profligate way of life.

The cumulative influence of such movements - at is has transformed our world, and continues to transform it - may well be described as a great work of the Holy Spirit.

But here on October 28th, 1787 it was all just beginning.

(Quellen: Ausstellung “Set All Free” in der Manchester Cathedral / Artikel “Thomas Clarkson” in Wikipedia / persönliche Gespräche)

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Geschichte des Christentums, Soziale Gerechtigkeit

Manchester

Autor: Harald Sommerfeld, 21. Juni 2007, 12:11

Vom 14. bis 17. Juni reiste ein kleines Team von Gemeinsam für Berlin nach Manchester. Wir wollten dort Christen treffen, die sich für die Transformation ihrer Stadt und Region engagieren. Unser Interesse war durch zwei Bücher geweckt worden, auf die wir gestoßen waren. Das erste war City-changing Prayer von Debra und Frank Green.

DebraDarin beschreiben die Autoren, wie aus kleinen Anfängen in Manchester ein kraftvolles Stadtgebet hervorging. Debra Green ist außerdem Leiterin von City Links, einem Netzwerk mit folgender Zielsetzung.

City Links: promoting partnerships for spiritual and social transformation, through prayer & action. Bringing the Good News through words, works and wonders.

Disee Verbindung von Gebet und Aktion, von Wort, Werken und Wundern entspricht dem, was Gott überall auf der Welt hervorbringt, um wieder zusammenzufügen, was Christen so oft geschieden haben.

Unter dem Dach von City Links gibt es Aktivitäten wie das Leader´ Forum, über das wir noch berichten werden, sowie Redeeming the Arts und Redeeming Our Communities.

Redeeming the Arts is an initiative of City Links, launched in February 2004. We support Christians engaged in the media and the arts in any way, whether working inside or outside the church. Our vision is to see God’s love and power demonstrated through the work and influence of the creative arts in the region.

[Redeeming Our Communities is]Promoting partnerships between churches, the Police and local authorities, to address the causes of crime and bring hope to local communities throughout the UK.

Das zweite Buch, das uns neugierig gemacht hatte, war Eden: Called to the Streets von Matt Wilson.

Something is happening in our cities. A quite miracle. Followers of Jesus are moving out of their comfort zone.

Leaving old securities behind, they plant their homes and their souls in urban community. Young and old, single and married … they choose to live out their lives in the face of some of the highest rates of crime, social deprivation, drug and alcohol abuse, teen pregnancy and unemployment.

Eden is about reaching young people right in the heart of forgotten communities.

Das Eden Project ist Teil der Arbeit von the message, die - “committed to Manchester´s youth for life - für ihren Einsatz in sozialen Brennpunkten öffentliche Anerkennung genießen.

Make a Difference 1

Einige dieser Leute wollten wir also kennenlernen, von ihren Erfahrungen lernen, mit ihnen beten und wenn möglich eine dauerhafte Verbindung zwischen unseren Stadtnetzwerken herstellen.

Fortsetzung folgt.

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City-Reaching, Gebet, Modelle der Hoffnung

Mission bringt Gemeinde in Form

Autor: GfB, 18. Juni 2007, 13:24

Unter dem Thema “Mission bringt Gemeinde in Form” tagte vom 11.-12. Juni die Koalition für Evangelisation in Deutschland. Einer der Referenten war Prof. M. Herbst (Greifswald). Er berichtete von der Church-Planting-Bewegung in England und ermutigte, nicht die Erfahrungen zu kopieren, sondern von den Prinzipien zu lernen. Er forderte die Teilnehmer der Tagung u. a. heraus, missionarische Vielfalt zuzulassen, Freiheit im Umgang mit Strukturen zu praktizieren und zur Entschlossenheit, sich der missionarischen Herausforderung zu stellen. Gesunde Gemeinden stehen im Mittelpunkt des Interesses, so Prof. Herbst. Dabei ist es ein Prozess, Gesundheit zu entwickeln. An folgenden sieben Merkmalen sind gesunde Gemeinden zu erkennen:

- Sie sind vom Glauben begeistert

- Sie sind eher nach außen, statt nach innen gerichtet

- Sie sind auf der Suche nach dem, was Gott heute von ihnen will

- Sie sehen nüchtern auf die Kosten von Wandel und Wachstum

- Sie handeln gemeinschaftlich

- Sie schaffen Raum für möglichst alle

- Sie machen weniges, aber gut

(Genau diese Kriterien treffen auch auf das Wirken Jesu zu.)

Ein Audio-Bericht  ist auf der Internetseite des ERF zu finden.

Quelle: Joel News

Ein weiterer Bericht eines Teilnehmers steht hier.

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Berlin, Evangelisation, Gebet, Gemeinde

Ökumenischer Gottesdienst afrikanischer Gemeinden und Missionen aus Anlass des Schüleraufstandes in Soweto

Autor: GfB, 13. Juni 2007, 22:53

SowetoAm 16. Juni jährt sich der Beginn der Proteste der schwarzen Bevölkerung Südafrikas gegen die Gesetzgebung des Apartheid-Regimes. Der Schüleraufstand im Township Soweto 1976 wurde zum Symbol des schwarzen Befreiungskampfes gegen die weiße Bevormundung, Ausbeutung und Unterdrückung.

Dieses Datum ist Anlass für die zahlreichen Gemeinden und Missionsgruppen mit afrikanischem Hintergrund am 16. Juni um 17 Uhr ihre Geschwister aus den Berliner Gemeinden zu einem ökumenischen Gottesdienst einzuladen.

Die Predigt wird der Vorsitzende der Vereinigung afrikanischer Pfingstgemeinden (APPA), Pfarrer Jerry Aidoo, halten. Der Chor „Bona Teté“ vom Rat Afrikanischer Christen in Berlin-Brandenburg (RACiBB) wird den Gottesdienst musikalisch gestalten. Im Anschluss ist bei einem Imbiss Gelegenheit, die Geschwister aus den afrikanischen Gemeinden und Gemeinschaften näher kennen zu lernen.

Mitveranstalter sind der Internationale Konvent Christlicher Gemeinden und Missionen (IKCG) sowie der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB).

Ort: Bartholomäuskirche, Friedensstraße 1, Prenzlauer Berg

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Berlin, Gesellschaft, Migranten, Soziale Gerechtigkeit, Veranstaltungen

Gemeinden, die ihr Umfeld erreichen

Autor: GfB, 7. Juni 2007, 14:45

Am 1. Juni fand in Berlin wieder das “Gebetsfrühstück für christliche Verantwortungsträger” statt, zu dem Gemeinsam für Berlin zweimal im Jahr einlädt. Ca. 80 Leiter aus christlichen Gemeinden und Einrichtungen (und aus verschiedenen Nationen) folgten der Einladung zu dem Treffen, das unter dem Thema “Gemeinden, die ihr Umfeld erreichen” stand.

Zu diesem Thema wurden sieben Beispiele bezirks- und gesellschaftsrelevanten Engagements durch Kurzinterviews mit Beteiligten vorgestellt.

  1. Ein Gebetstreffen von Pastoren auf Bezirksebene führt zu gemeinsamem Einsatz für den Bezirk.
  2. Eine iranische Gemeinde wird von einem Pastor und einem Sozialarbeiter geleitet. Menschen (nicht nur) aus dem Iran kommen mit Asyl- und anderen Problemen und erfahren praktische Hilfe. Manche (auch Moslems) interessieren sich als Folge davon für den christlichen Glauben, und so wächst die Zahl getaufter Iraner.
  3. Ausgehend von einer Gemeinde im Herzen der Stadt evangelisieren Mitarbeiter mehrerer Gemeinden jede Woche am Potsdamer Platz.
  4. Christen aus verschiedenen Gemeinden helfen mit Wort, Gebet und Tat mit, den 1. Mai friedlich zu halten.
  5. Das Forum Straffälligenhilfe führt neben regelmäßigen Gottesdiensten inzwischen Alphakurse in Berliner Gefängnissen durch.
  6. Eine Gemeine im Westen der Stadt arbeitet mit sozialen Trägern und Leuten aus der Kommunalpolitik für die Verbesserung der Verhältnisse in ihrem Kiez zusammen.
  7. Das Forum Islam verbindet vielfältige Aktivitäten unter Berlinern mit islamischer Herkunft.

Axel Nehlsen schloss diese Berichte mit einem kurzen Impuls ab. Hier einige Auszüge:

Wie werden Gemeinden für ihr Umfeld relevant? Wie beeinflussen sie Menschen, Verhältnisse, Klima, Atmosphäre in ihrem Kiez? Dass Gemeinde Jesu einen Auftrag für ihre Umgebung oder für bestimmte Bereiche der Gesellschaft hat, ist wohl für die allermeisten hier keine Frage. Es ist nur eine Frage der Schwerpunkte und der Kraft. Denn zu viel zu tun haben wir alle. Liebe und Phantasie ist nötig; die eben gehörten Interviews haben gezeigt, was alles möglich ist - und oft mit wie geringen Mitteln, aber brennenden Herzen! …

Wir haben gehört, wie eine Gemeinde in Spandau sich z.B. engagiert in die Stadtteilkonferenz einbringt und sich kümmert um Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen. Ihre Arbeit ist ein Zeugnis der praktischen Relevanz des Glaubens auch für die kommunale Politik. Sie ist zugleich eine Einladung, den dahinter stehenden Glauben und Herrn kennen zu lernen. Andere Beispiele von Gebet, Evangelisation, Dienst an Randgruppen u. a. machten die Vielfalt deutlich.

Also: Erneuerung beginnt beim einzelnen Menschen. Wer aber Gottes Liebe erfahren hat, kann sich dann mit Gebet, Zeugnis und praktischem Einsatz in seine Stadt investieren. So trägt er dazu bei, dass Menschen, Umstände und auch gesellschaftliche Bereiche einer Stadt verändert werden …

Die Gemeinde vor Ort kann für solche Veränderungen Katalysator und Angelpunkt sein. Das ist das Normale. Eigentlich nur ersatzweise gibt es übergemeindliche Arbeitsgruppen oder Dienste; bei GfB die Foren, die Leute mit gleicher Zielgruppe oder Interesse aus verschiedenen Gemeinden verbinden. Das ist nie Ersatz für die Gemeinde, sondern Ergänzung ihres Auftrags. Natürlich wissen wir alle, dass Gemeinden nicht nur für die da sind, die schon da sind. Ich erinnere an den schönen Satz „Die Kirche ist die einzige Organisation, die zum Wohle ihrer Nicht-Mitglieder da ist.” …

Wir sehen es als unsere Aufgabe, für Sie als Leitende und Ihre Gemeinden und Werke motivierende Beispiele aufzuspüren - oder auch selber anzuregen - und die Interessierten zu vernetzen.

Die nächste Transforum-Konferenz im Februar 2008 wird sich ganz dieser Thematik widmen …

Ja, Gemeinden können Menschen, die Gott so sehr liebt, auch außerhalb des bisherigen Wirkungsbereiches erreichen; sie können für ihre Umgebung, den Kiez, bestimmte Bereiche der Gesellschaft zum Salz werden. Damit das Reich Gottes in unserer Stadt in noch mehr Zeichen sichtbar wird! Lasst uns anfangen, einander ermutigen, Geschichten erzählen - und dafür beten.

Der vollständige Text kann hier heruntergeladen werden.

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Berlin, Gemeinde

Über uns

Gemeinsam für Berlin e.V. ist eine Initiative im Großraum Berlin mit dem Ziel, alle gesellschaftlichen Bereiche der Stadt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen.

Wie auf dem Transforum Berlin, unserer in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Konferenz für City-Reaching, geht es auf diesem Blog um das Thema "Das Reich Gottes und unsere Städte".