Transforum - der Blog

Global Learning Community Teil 3

Autor: Axel Nehlsen, 31. August 2007, 14:36

[Teil 1 2]

Reich Gottes, Wirtschaft und strategischer Planungsprozess

Bei der dritten Tagung im Januar 2006 waren Axel Nehlsen und Kay Faßbender, Geschäftsmann und Mitbegründer von „Gemeinsam für unsere Stadt“ dabei. Die Thematik war bestimmt von dem Auftrag, auch im Bereich der Wirtschaft und mit den finanziellen und Einfluss-Ressourcen, die dort generiert werden, das Reich Gottes in den Städten zu fördern. Der Ertrag für GfB war in diesem Fall nicht so ergiebig.

Jedes Mal waren wir allerdings gefordert, ein Update der Entwicklung in den beteiligten Städten zu geben, und zwar anhand eines Schemas, das einen strategischen Planungsprozess beschreibt. Dies war von Anfang an für uns eine positive Herausforderung, da wir es seitdem als Tool für die Beschreibung der Vision, der Schritte und Strategien von GfB nutzen.

Impulse eines Buches: Faktoren für das Wachstum der Gemeinde Jesu

Rodney Stark: Der Aufstieg des Christentums, Princeton 1996, Weinheim 1997

Dieses Buch wurde den Teilnehmern empfohlen und spielte im Hintergrund weiter eine Rolle. Es handelt sich um eine soziologische Untersuchung zu den Bedingungen der Ausbreitung des christlichen Glaubens in den ersten vier Jahrhunderten. Also kein „frommes“ Buch! Normaler Weise gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass die vollmächtige Predigt der Apostel und ihrer Nachfolger, dazu Wunder und Massenbekehrungen, vielleicht noch das Beispiel der Märtyrer, die schnelle Ausbreitung des Glaubens an Jesus Christus bewirkt haben. Starks soziologische, historische und statistische Analyse kommt zu anderen Ergebnissen. Er weist schlüssig nach, dass die Attraktivität des christlichen Glaubens hauptsächlich in den multireligiösen und multiethnischen Großstädten wie Antiochia oder Ephesus andere Ursachen hatte.

  1. Integration verschiedener gesellschaftlicher Schichten (Einflussreiche und Arme)
  2. Wesentliche Basis im Diaspora-Judentum („Gottesfürchtige“)
  3. Praktische Hilfe und geistlicher Trost bei (häufigen) Seuchen, Katastrophen und Leid
  4. Schutz der un- und neugeborenen Kinder (im totalen Gegensatz zur Umwelt, dadurch auch höhere Lebenserwartung)
  5. Aufwertung der Stellung von Frauen
  6. Sozialer Halt und praktische Hilfe im Chaos der Großstädte
  7. Starkes Gemeinschaftsleben bei bleibender Offenheit nach außen
  8. Überwindung der ethnischen Spannungen durch Integration ins Volk Gottes
  9. Neue Kultur von Solidarität, Nächstenliebe und versöhnten Beziehungen
  10. Glaubwürdiges Vorbild der Märtyrer
  11. Unabhängigkeit vom Staat und bezahlter religiöser Dienstleistung
  12. Exklusiver Wahrheitsanspruch, starke Bindungskraft, neues Menschenbild
  13. Attraktive und befreiende Lehre (Liebe Gottes) und Praxis (Barmherzigkeit)

Spannende Entdeckungen, die in ihrer Relevanz für ein missionarisch offensives und zugleich gesellschaftsrelevantes Christsein heute für sich sprechen! Unsere Stadt und die vielen Menschen, die im Großstadtdschungel sozial oder seelisch kaputt gehen, brauchen uns. Sie verdienen das ganzheitliche Zeugnis der Kirchen und Christen, das wir selber leben sollen und zu dem wir andere ermutigen und anleiten können:

  • die Botschaft von Gott, der seinen Sohn gab, weil er uns so sehr liebt
  • die Taten der Liebe und die Zeichen seiner heilenden Gegenwart
  • das Gebet für die Einzelnen, die Gesellschaft, die Verhältnisse und die Politiker um Gottes veränderndes Wirken.

Wird fortgesetzt. Der vollständige Bericht kann hier als PDF heruntergeladen werden.

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Berichte, Buchbesprechung, City-Reaching, Transformation

Global Learning Community Teil 2

Autor: Axel Nehlsen, 27. August 2007, 15:27

[Teil 1]

Reisen bildet

Ein zweites Mal waren Vorsitzender und Geschäftsführer von GfB Anfang Juni auf Einladung und Kosten der Gastgeber zu einer City-Reaching-Konferenz in Colorado/USA. Spannend zu hören, welche Prozesse des Wirkens Gottes in den Städten erlebt werden. Der Leiter aus El Salvador (neu dabei) mahnte aus eigener leidvoller Erfahrung eindringlich: konzentriert euch nicht ausschließlich auf Bekehrungen und Gemeindewachstum, das verändert die Gesellschaft nicht langfristig! Sondern: Trainiert die Leute in einem christlichen Lebensstil, der auch in die Gesellschaft hinein transformierend wirkt; baut Bewegungen (nicht nur Events), die die nächste und übernächste Generation mit christlichen Werten und gelebtem Glauben prägen!

Ein international erfahrener Gebetsleiter gab wertvolle Einsichten über das Gebet für Städte und die Nachbarschaft weiter: Versucht in der Linie der guten Absichten Gottes für eure Stadt zu beten; lernt mit Bibelworten segnend beten, sowohl für eure Nachbarn, eure Straße als auch für eure Stadt! Erfahrungen, die wir für den in Berlin begonnenen Weg des Betens an den Brennpunkten des Stadtgeschehens gut gebrauchen können.

Im Anschluss an die Tagung hatten wir Gelegenheit, in Colorado Springs den Gottesdienst der New Life Church mit Pastor Ted Haggard zu besuchen (9500 Gottesdienstbesucher am Wochenende). Daneben das traumhaft gelegene World Prayer Center, wo rund um die Uhr für die Region gebetet wird. Außerdem laufen per Internet ständig Gebetsanliegen für die Länder der Erde und für einzelne Menschen durch. Ein besonderes Geschenk und touristisches Highlight war der „Wahnsinnsblick“ vom 4200 m hohen Pikes Peak, auf den wir mit dem Auto (!) fahren konnten. Ein beeindruckendes äußeres Zeichen für den weiten Horizont, den Gott uns durch diese Reisen ermöglicht.

Wird fortgesetzt. Der vollständige Bericht kann hier als PDF heruntergeladen werden.

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Berichte, City-Reaching, Transformation

Global Learning Community Teil 1

Autor: Axel Nehlsen, 25. August 2007, 11:55

Fünf Tagungen von City-Initiativen in Estes Park, Colorado, 2005 bis 2007

Zwei Berliner in den Rocky Mountains

Manchmal könnte man denken: Ist die Vernetzungsarbeit von GfB nicht ein ziemlich exotischer Luxus bei all den Problemen, die Gemeinden haben? Dass ein weltweiter Trend das Gegenteil zeigt, erfuhren Hans-Peter Pache und Axel Nehlsen auf einer Reise im Januar 2005. Sie berichten:

Beim GfB-Frühstück im Roten Rathaus vor 18 Monaten und beim Workshop vor einem Jahr sprachen zwei Pastoren von CitiReach International, Sam Williams und Eric Swanson, die in einer Reihe von Weltstädten Vernetzungsprojekte coachen. Einige Teilnehmer jenes Treffens werden sich erinnern. Unsere Gäste gaben schon damals hilfreiche Impulse.

Von demselben Dienst wurde nun ein dreijähriger Beratungsprozess zwischen Vertretern von zehn Großstädten begonnen. Je zwei aus jeder Stadt kommen zwei Mal im Jahr zusammen, um voneinander und miteinander zu lernen, wie Gott unsere Städte verändert. Wir haben begeistert zugesagt, zumal alle Kosten von einem gläubigen Geschäftsmann aus Colorado gesponsert werden. GfB könnte die Reisekosten nicht tragen. So waren wir im Januar ein erstes Mal zu einer Konsultation der „Global Learning Community“ in Colorado.

Es begann mit zwei Tagen Vorlauf in Boulder, einer kleineren Universitätsstadt, wo unsere beiden Freunde ansässig sind. Ein Gottesdienst und viele Gespräche zeigten eindrucksvoll, wie durch das koordinierte Beten und Handeln von Gemeinden die Stadt sich sichtbar zu verändern beginnt. Gesellschaftliche Verantwortungsträger wurden Christen, die früher kirchenfeindliche Presse schreibt anerkennend über die Gemeinden, die Kriminalitätsrate sinkt.

Die Tagung selbst fand in einem Gästehaus des Sponsors in den Rockies statt – in großartiger Umgebung. Die erste Begegnung war dem Kennen lernen und Berichten aus den zehn Städten gewidmet, darunter Peking, Mexico City und Atlanta. Ermutigende Modelle, wie Gott durch das Zusammenwirken verschiedener Kirchen und Werke begonnen hat, die Städte sauerteigmäßig mit den Impulsen seines Reiches zu durchdringen: z. B. rasch wachsende Hauskirchen-Netzwerke in Los Angeles und Peking, ein umfangreiches Forschungsprojekt über die sozialen und ethnischen Verhältnisse in Knoxville/Tennessee, eine Freiwilligenvermittlung in Oslo. Unser „mehrgleisiger“ Berliner Zugang wurde als unser „Pfund“ gesehen, nämlich das Miteinander von Gebet für die Stadt, Beziehungsbau unter Leitern, Einheit des Leibes Christi und der Zuwendung zur Gesellschaft.

Der inhaltliche Prozess wird weiter gehen mit Fragen nach der Gestalt einer zugleich missionierenden und dienenden Kirche in den sich rapide verändernden Stadtgesellschaften. Wir beide haben enorm profitiert, Anregungen und viel Ermutigung bekommen: Gott ist am Werk, weltweit und bei uns, Transformation ist möglich!

Wird fortgesetzt. Der vollständige Bericht kann hier als PDF heruntergeladen werden.

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Berichte, City-Reaching, Transformation

Das neue Zuwanderungsgesetz

Autor: GfB, 20. August 2007, 9:11

Einladung

Veranstaltung
am 5. September 2007 um 19.00 Uhr
in der Josua-Gemeinde
Bismarckstraße 20, 13585 Berlin

„Das neue Zuwanderungsgesetz - Fortschritt oder Rückschritt?“

Mit dem zuletzt verabschiedeten, neuen Bundesgesetz ist die Diskussion um die „richtige“ Zuwanderungspolitik neu entbrannt. Welche Voraussetzungen müssen Menschen erfüllen, die nach Deutschland ziehen, um hier leben und arbeiten zu wollen? Sind die Kriterien wie der Nachweis von deutschen Sprachkenntnissen vor der Einreise sowie die geltenden Regelungen für den Nachzug von Familienangehörigen gesellschaftlich und politisch vertretbar? Welche Erfahrungen machen Betroffene mit Behörden? Wieviel Zuwanderung brauchen wir? Welche Vorteile bringt Zuwanderung?

Darüber diskutieren Hans-Georg Lorenz, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin bis 2006 und Experte in Fragen der Zuwanderungspolitik, und Raed Saleh, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Mitglied des Landevorstandes der AG Migration.

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Migranten, Veranstaltungen

Die Zukunft des Christentums

Autor: Harald Sommerfeld, 16. August 2007, 8:29

Christianity is growing … in ways that observers in the West tend not to see. (Philip Jenkins)

Philip Jenkins ist Professor für Geschichte und Religiöse Studien an der Pennsylvania State University. In einer Serie von drei Büchern hat er die Zukunftsaussichten für das Christentum in Europa untersucht - in einer globalen Perspektive und vor dem Hintergrund eines stärker werdenden Christentums in der südlichen Hemisphäre.

In der Juli-Ausgabe der Emmanuel Research Review fasst Brian Corcoran das Wichtigste zusammen.

Taken together, The Next Christendom, The New Faces of Christianity, and God’s Continent, three books by Phillip Jenkins, Distinguished Professor of Religious Studies and History at Penn State, provide an informative, practical, and challenging trilogy on the future of Christianity from a global perspective that can help explain local trends in church demographics and help guide the daily decisions we face in urban ministry.

* In the first of the series, The Next Christendom (2002), Jenkins demonstrates how the direction and center of Christianity is moving southward. The emerging expression of global Christianity is not European or North American but rather African, Asian, and Latin American – in the global South.

* In his next book, The New Faces of Christianity (2006), Jenkins examines Christianity in the global South and how it might influence the future of the faith. He describes a vital, emerging faith that is eager to believe biblical passages, is active in social-political engagement, and challenging to Euro-centric thinking and theology.

* His most recent book, God’s Continent (2007), completes the trilogy with an historical and balanced consideration of the religious future of Europe. What influence will the forces of globalization, secularization, and Islam have on the future of Europe? In the process, Jenkins addresses popular notions suggesting the death of Christianity and Islamic takeover to portray a more hopeful future.

Der vollständige Artikel steht hier.

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Buchbesprechung, Trends

Networks, Partnerships and Strategic Alliances

Autor: GfB, 9. August 2007, 16:55

Kürzlich erschien in der Emmanuel Research Review (No. 28 - June 2007) ein Beitrag von Phill Butler über Networks, Partnerships and Strategic Alliances. Wir veröffentlichen einen Auszug mit freundlicher Genehmigung des Emmanuel Gospel Center.

Working Together Through Partnerships That Work

1. Effective partnerships are built on trusting relationships.

The heart of the Gospel is restored relationships. In addressing relationships, we demonstrate the outworking of the essence and evidence of salvation. Leadership (facilitators, steering committees, etc.) must be very intentional about building this quality of relationships.

2. Effective partnerships need a facilitator.

The facilitator must have a burning commitment to both the vision and outcomes as well as to partnership as a means of realizing the vision. This person is committed to both the individual ministries and their common success. He/she is both prophet and servant and must be specifically selected, trained, coached and encouraged in this critical role.

3. Effective partnerships are about a compelling, commonly acknowledged/held vision.

The vision must be articulated in outcomes that are specific and objectively measurable. Good fellowship is not enough. Articulating the vision and the measurable outcomes provide the basis for strategy and tactics as well as a sense of accomplishment. Structure should never be greater than absolutely necessary.

4. Effective partnerships have limited, achievable objectives.

Setting objectives with high priority as well as reasonable potential for success is critical in the early stages. As tangible steps toward realizing the big vision, these objectives must have clear

a. Kingdom significance that captures the imagination and gives motivation; and

b. Relevance to each church or partner ministry’s vision and objective.

5. Effective Partnerships are a process, not an event.

This process is much like the building of a building where the preparation/planning/foundation-building stages may be protracted with little visible evidence of progress. The larger building with higher capacity takes longer to build.

6. Effective partnerships are made up of partners with clear identities and vision.

The clearer a partner’s vision and identity, the more assured they will be in their potential role and their ability to effectively contribute. Each partner must see the value of the partnership to their vision and feel as though their contribution is important and valued by the other partners.

7. Effective partnerships focus on what they have in common.

Vision and purpose draw ministries together. Having a well defined “end” is critical, since a focus on the “means”—particularly at the early stages—can lead to division.

Effective partnerships openly acknowledge differences in histories, traditions, etc.—even to the point of celebrating these differences. This acknowledges that “ears” are not “eyes” and that Jews, Greeks, Romans and Samaritans with their enormous cultural/traditional differences were all welcome in the Kingdom vision.

8. Effective collaboration acknowledges and meets expectations of key constituencies.

All effective partnerships have at least four constituencies: the audience or group we are seeking to serve or reach, the active partners, the leadership of each partner ministry, and those funding and praying for each partner ministry.

Partners need to be aware of and have respect for each others’ constituencies. Partners need to be able to effectively communicate the outcomes of the partnership in terms their constituency understands and values.

Der vollständige Artikel findet sich hier.

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Einheit, Netzwerke

Über uns

Gemeinsam für Berlin e.V. ist eine Initiative im Großraum Berlin mit dem Ziel, alle gesellschaftlichen Bereiche der Stadt mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen.

Wie auf dem Transforum Berlin, unserer in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Konferenz für City-Reaching, geht es auf diesem Blog um das Thema "Das Reich Gottes und unsere Städte".