Autor: GfB, 21. Mai 2008, 14:22
„Glauben Sie an Wunder?“ fragte der indische Pastor Dr. Gideon Jacob, Leiter der Christlichen Initiative für Indien e.V. (CIfI) die mehr als 300 Teilnehmer eines Interkulturellen Ökumenischen Gottesdienstes am Pfingstmontag.
„Wir haben viele Wunder im Vorfeld unserer Deutschlandtournee erlebt“ erzählte er einer buntgemischten Gemeinde in der festlich dekorierten Apostel-Johannes-Kirche im Märkischen Viertel. „Wie können Sie sich sonst erklären, dass Mädchen, die keine Eltern haben, einen Reisepass in Indien bekommen, wo normalerweise der Name der Eltern immer angegeben werden muss? Oder ist das kein Wunder, wenn wir 4 Stunden vor dem Abflug die Pässe auf der deutschen Botschaft abholen können, obwohl normalerweise 14 Tage nötig wären, um alle Formalitäten zu erledigen?“
In diesem Gottesdienst spürte jeder etwas von der verändernden Kraft Gottes und von seinem Wirken. Junge indische Mädchen aus dem Projekt ‚Mose Ministries` in Südindien, die normalerweise aus geschlechtsspezifischen Gründen hätten getötet werden sollen, sangen und tanzten zur Ehre Gottes, begleitet von einer bunten Schar deutscher und indischer Musiker mit Tabla, Gitarre, Keyboard und Gesang.

Der Tag stand im Zeichen der Begegnung zwischen deutschen und indischen Geschwistern, und das nicht nur direkt aus Indien. Eine tamilische Gemeinde aus Berlin hatte ein original indisches Mittagessen für die über 300 Gottesdienstbesucher gekocht. Bei strahlendem Sonnenschein konnte es auf dem geschmückten Kirchplatz eingenommen werden.

Am Nachmittag ging es nach einer Anbetungszeit in kleinen Gruppen hinaus auf die Straßen des Märkischen Viertels, um an strategischen Punkten für Anliegen unserer Stadt zu beten.
Gemeinsam für Erweckung war das Thema und wir alle waren berührt von den Worten unserer indischen Gäste, dass indische Christen in Indien treu und schon viele Jahre für Deutschland und die geistliche Erneuerung beten. Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, der über die Kulturgrenzen hinaus verbindet und vereint, wurde an diesem Tag für alle Teilnehmer neu erfahrbar.

Thomas Hieber, Forum Interkulturelle Beziehungen
Berichte, Berlin, Veranstaltungen
Autor: Axel Nehlsen, 16. Mai 2008, 10:20
Können ein pfingstkirchlich geprägter Afrikaner und ein theologisch eher liberaler Landeskirchler zueinander passende Predigten halten? Pfingsten und Berlin machen es möglich. Peter Arthur, aus Ghana stammender Pastor einer internationalen Gemeinde, und Jürgen Quandt, in Asylfragen sehr engagierter evangelischer Pfarrer, hielten jeweils eine Kurzpredigt im interkulturellen Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche, inmitten des Karnevals der Kulturen in Kreuzberg, die sich gut ergänzten. Thema des Gottesdienstes in Kooperation mit dem Netzwerk Gemeinsam für Berlin: „Viele Kulturen - ein Glaube“.

Auch andere scheinbare Gegensätze prägten den Gottesdienst: Der panafrikanische Chor Bonisanani Spirituals und Orgelmusik, Talar und afrikanische Tracht, Mitwirkende aus Indien, Spanien, Sierra Leone und Deutschland - der vielfältige und bunte Leib des Christus live und sichtbar!



Im Anschluss an den Gottesdienst waren faszinierende Pfingstklänge zu hören, eine Mischung aus traditionell orientalischer Musik und Free Jazz: die Gruppe Ranin unter Leitung des ägyptischen Christen Nasser Kilada. Sind Christen nicht sowieso die älteste Globalisierungs-Bewegung?

Die schriftliche Fassung der Kurzpredigt von Peter Arthur gibt es in Deutsch und Englisch als Download.
Fotos: Heilig-Kreuzkirche Kreuzberg, Pastor Peter Arthur bei der Predigt, Pastor Peter Mansaray beim Gebet, Bianca Dümling beim Gebet (im Hintergrund Bonisanani Spirituals), Nasser Kilada mit Ranin
Berichte, Einheit, Migranten
Autor: GfB, 13. Mai 2008, 19:23
„Bist zu zuerst Deutscher oder Christ?“, fragte der Afrikanische Pastor Peter Arthur, Leiter der Akebulan Global Mission e.V in Berlin die Teilnehmer der Interkonnektabende in der Joshua Gemeinde in Spandau bei seinem Vortrag zum Thema „Wie leben andere Kultur ihren Glauben?“.

Die Interkonnektabende sind ein Angebot, die das Forum Interkulturelle Beziehungen (FIKB) von Gemeinsam für Berlin für Gemeinden anbietet. Zu unterschiedlichen Themen wie „Leben als Migranten in Deutschland“, „Andere Kulturen besser verstehen“ oder „Wie leben andere Kulturen ihren Glauben?“ wurde diese Reihe an drei Abenden jetzt zum ersten Mal in der Josua-Gemeinde in Berlin-Spandau durchgeführt.
In dem mit Fahnen und bunten Tüchern geschmückten Saal kamen an den Abenden jeweils ca. 25 Teilnehmer aus unterschiedlichen Kulturen , gemeinsam zu singen, von einander zu lernen und sich besser kennenzulernen.


Die Abende waren abwechslungsreich und gut organisiert, wobei das Essen ein Höhepunkten war. Neben einem Europäischen Büffet gab es auch einen Afrikanischen sowie einen Indonesischen Abend mit allerlei Köstlichkeiten. Jeder der Abende hatte ein Schwerpunktthema, in das zwei Kurzreferate einführten und das mit anschließenden Diskussionen an den Tischen vertieft wurde. Diese Referate wurden von Teilnehmern des Forums gemeinsam gestaltet.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass solche Begegnungsabend wichtig sind, um über die kulturellen Unterschiede der Migrantengruppen informiert zu werden. Das Ziel dieser Abende war jedoch nicht nur Begegnungen und Informationen, sondern sollte auch ein Startschuss für mehr Freundschaften zwischen Christen mit Migrationshintergrund und einheimischen Christen sein, aus der Partnerschaften zwischen Migrations-Gemeinden und deutschen Gemeinden anfangen und wachsen können.
Gerne dürfen Sie das Forum Interkulturelle Beziehungen (Kontaktdaten auf www.fikb.de) kontaktieren, wenn Sie solche oder ähnliche Abende in Ihrer Gemeinde durchführen wollen.
Thomas Hieber, Leiter des Forum Interkulturelle Beziehungen
Berichte, Migranten
Autor: Günter J. Matthia, 8. Mai 2008, 5:48
Anbetung bedeutet mit Jesus zu sprechen. In eine Beziehung mit ihm zu treten.
Wir brauchen uns vor Jesus nicht zu verstellen, wir brauchen keine besondere Technik oder irgendetwas zu »leisten«. So wie wir sind, mit allem was uns bedrückt oder froh macht, dürfen wir mit ihm sprechen, wie mit einem guten Freund.
Viele denken, wenn sie »Nightfever« lesen oder hören, an Disco, John Travolta, Tanz… In Berlin ist jetzt aber ein ganz anderes »Nightfever« angekommen:
Hinter NIGHTFEVER stehen junge Menschen aus Kirchengemeinden und Gemeinschaften, Priesterkandidaten, sowie Studierende verschiedener Fakultäten. Sie möchten Freude weitertragen und allen weiterschenken. »Wir schenken, was wir selbst erleben durften: die barmherzige Liebe Gottes. Darum gehen wir auf die Straßen und Marktplätze, um einzuladen und von der Freude zu erzählen, die uns erfüllt!«
Am 7. Juni 2008 gibt es die nächste Gelegenheit, sich ein Bild davon zu machen, wie das aussieht, wie es sich anfühlt, wie man dieses wohltuende Fieber miterleben kann. Um 19 Uhr beginnt die Veranstaltung in St. Adalbert, Berlin Mitte, mit der Heiligen Messe, anschließend dann bis 23 Uhr Gebet, Gesang, Gespräch. Anchließend Segnung, Ende etwa um 23:30 Uhr.
Eine gute, eine sicher »ansteckende« Idee, die dazu beitragen wird, nach neun anderen Städten nun auch in Berlin Menschen auf ungewöhnliche Weise für das Gebet, die Anbetung, die Gemeinschaft und vor allem die Freude, die weitergeschenkt wird, zu begeistern.
Weitere Informationen, viele Fotos und weiteres Material auf der Webseite: Nightfever Berlin
Berlin, Gebet, Modelle der Hoffnung, Veranstaltungen
Autor: Günter J. Matthia, 2. Mai 2008, 13:38
Exakt zum Start des Freiluft-Gottesdienstes am Mittag des 1. Mai hörte es auf zu regnen und rund 500 Christen aus vielen Gemeinen der Stadt feierten einen fröhlichen Auftakt des „Myfest“. Unter ihnen war auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse mit seiner Frau. Unter dem Thema „1.Mai – Tag der Hoffnung?“ wurde für den Frieden an diesem Tag und für das versöhnte Zusammenleben in der Stadt gebetet. Eine interkulturell zusammen gesetzte Band begeisterte. Zwei Projekte, die Hoffnung in den Kiez bringen, wurden vorgestellt, eine christliche Teestube für Drogenabhängige und ein kommunales Projekt für Jugendliche von der Straße. Die Kollekte kam ihnen je zur Hälfte zu. Die Kurzpredigt über Gottes Sicht und Liebe für alle Menschen der Stadt, besonders die ohne Hoffnung und Perspektive, fügte sich gut in das Konzept des Bürgerfestes ein, das von Anwohnern zur Befriedung des Tages veranstaltet wird.

Kleine Gebetsteams waren wie am Vorabend auch in den Spätstunden des Maifeiertags auf den Straßen Kreuzbergs unterwegs. Sie konnten beobachten, was auch Presse, Politik und Polizei als Bilanz zogen: Es blieb ganz überwiegend friedlich auf den Straßen. Nur am Rande einer großen linken Demo kam es zu vereinzelten Auseinandersetzungen. Es gab jedoch keine Zerstörungen oder Verletzten. Darüber sind Bürger und Beter sehr dankbar, denn es ist ein weiterer Schritt zur vollständigen Befriedung dieses früher so von Gewalt und Zerstörung geprägten Tages. Gott erhört Gebet. Er will äußeren und inneren Frieden für die Stadt und ihre Menschen aus allen Kulturen. Er ist ihre Hoffnung. Ja, der 1. Mai 2008 in Berlin war ein Tag der Hoffnung!

Text: Axel Nehlsen, Pfarrer, Geschäftsführer von Gemeinsam für Berlin e. V.
Fotos: Günter J. Matthia
Hier geht es zum Fotoalbum: Erlebnisgottesdienst auf dem MyFest 2008
Ausschnitt aus dem Gottesdienst in der RBB-Abendschau vom 1.5.08: Fröhliches MyFest
Berichte über den Tag im Tagesspiegel: Heile Meile / Krawall ist nicht mehr angesagt
Predigt von Daniel als PDF: “Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos …”
Berichte, Berlin