Autor: Kerstin Hack, 24. Februar 2009, 10:17
In Berlin treten immer wieder Menschen mit Ideen an unser Netzwerk “Gemeinsam für Berlin” heran und bitten um unsere Unterstützung. Wir haben drei Kriterien entwickelt, um zu entscheiden, ob wir eine Idee für eine von Gott initiierte und inspirierte Sache halten oder eher für eine gute Idee, in die wir aber keine Energie investieren wollen.
1. Es gibt eine Person, die das Projekt auf dem Herzen hat und voran bringt.
Anfragen wie “ihr solltet mal” erfüllen dieses Kriterium meist nicht. Aber wenn Jemand da ist, der die innere Leidenschaft, Kapazitäten und Kompetenz hat, ein bestimmtes Projekt umzusetzen, werten wir es als Zeichen dafür, dass die Idee von Gott sein könnte.
2. Der Zeitpunkt passt
Es gibt gute Ideen…zur falschen Zeit. Aber andere Ideen, die stimmig in eine Gesamtentwicklung passen…
3. Es gibt einen echten Bedarf, der auch von anderen signalisiert wird
Manche Projekte werden vom grünen Tisch aus geplant, ohne die Lage vor Ort wirklich zu kennen. Wir werten es als Zeichen, dass ein Projekt passen könnte, wenn auch Menschen, die vielleicht gar nicht aus unseren Reihen kommen, signalisiert haben: Hierfür besteht Bedarf. Das wäre echt wichtig.
Vielleicht sind die Kriterien für den einen oder andere von Euch hilfreich. Oder ihr schreibt uns, welche Kriterien ihr für Eure Stadt- oder Regionalarbeiten entwickelt habt.
Axel Nehlsen ergänzt noch folgende Aspekte mit Blick auf Arbeitsgruppen (”Foren”), die aber auch für Projekte zutreffend sind:
Die Erfahrung der letzten sechs Jahre zeigt, dass es drei Bedingungen für den erfolgreichen Start eines Forums gibt: eine gemeinsame Vision und Wirkung, die über die der einzelnen Personen bzw. Gruppen hinausgeht; eine (am besten „neutrale“ von allen anerkannte) Schlüsselperson für Koordination und Leitung; den richtigen Kairos (Zeitpunkt) Gottes. Die [in Berlin] nicht mehr oder noch nicht aktiven Foren weisen den Mangel von einem oder zwei dieser Faktoren auf.
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Autor: GfB, 14. Februar 2009, 14:03
Eine Studie in Rotterdam hat ergeben, dass die Stadt durch kirchliches ehrenamtliches Engagement jedes Jahr zwischen 110 und 133 Millionen Euro an Sozialausgaben spart. Die Ergebnisse der Studie, die hier bestellt werden kann, werden auf der Webseite so zusammengefasst:
The social benefits of activities of migrant churches are not less than those of autochthonous churches, whereas migrant churches invest more than autochthonous churches in good relations between people of various ethnic backgrounds.
This is the outcome of a research in Rotterdam conducted by NIM in collaboration with KASKI. In Rotterdam there are 272 churches which have 200 thousand members, that is more than one third (35%) of the total Rotterdam population. More than 10% (24 thousand) of the church members do voluntary work. 20% of them do voluntary work between 16 and 32 hours per month, 31% do this between 8 and 16 hours per month. Most activities of volunteers are in the fields of psychosocial care, social welfare and community development. The research shows that the average social return of investment per annum of an autochthonous church is 456 thousand Euros, that of a migrant church 437 thousand Euros. Per annum the Rotterdam society as a whole saves between 110 and 133 million Euros because of the social activities of churches. In The Netherlands this is the first time that social return of investment of autochthonous and migrant churches is investigated in the same research which makes comparison between the churches possible.
Ehrenamtliches Engagement, Rotterdam, Stadt, Statistik
Autor: GfB, 9. Februar 2009, 19:11
Inspiriert durch einen kleinen, spontanen Akt der Nächstenliebe eines Pastors aus der Gegend um Chicago wurde eine Facebook-Gruppe namens «365 Club» ins Leben gerufen. Jedes Club-Mitglied verpflichtet sich, im Jahr 2009 Nächstenliebe in 365 Taten umzusetzen. Seit der Gründung am 2. Januar haben sich über 7000 Menschen der Gruppe angeschlossen, sich gemeinsam also zu über 2,5 Millionen Taten der Nächstenliebe verpflichtet. Täglich kommen etwa 1000 Menschen neu dazu.
Als David Ferguson, Pastor der Community Christian Church in Naperville (Illinois), mit einer Tasse Kaffee in der Hand in ein Kaufhaus ging, witzelte einer der Angestellten: «He, wo bleibt denn mein Kaffee?» Ferguson fragte gleich zurück: «Was möchten Sie denn für einen?» und bot auch den anderen zwei Angestellten spontan an, ein Getränk von Starbucks (Café) zu holen. «Als ich mit ihren Lieblingsgetränken in den Händen zurückkam, hätte man meinen können, sie hätten in der Lotterie gewonnen», schreibt er in seinem Blog. «Sie waren sehr dankbar. Es war ein spaßiger, spontaner Akt der Freundlichkeit.»
David Ferguson (Foto) veröffentlichte seine «Kaffe-Kaufhaus-Story» auf Facebook. Kurz darauf hatte sein Freund Scott Couchenour die Idee und gründete den «365 Club». Eines der ersten Mitglieder, Michelle Thomas, berichtete am 3. Januar von ihrem Akt der Freundlichkeit: Sie wartete bis 02:30 Uhr nachts, dann ging sie mit einem Eimer voll heißen Seifenwassers in das Parkhaus ihres Wohnblocks und suchte das schmutzigste Auto. Sie fand ein dreckiges Auto, wusch und polierte es. An der Windschutzscheibe hinterließ sie eine Karte mit den Worten: «Mache diese Welt zu einem besseren Ort: Zahle es weiter».
Das Motto des «365 Club» lautet: «Kleine Taten, in großer Liebe getan, können die Welt verändern.»
Der «365 Club» auf Facebook.
[David Ferguson, Jennifer Riley via Joel News]
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